Weltcup Herren

Stelvio fest in der Hand der Italiener

BORMIO, ITALY - DECEMBER 28: Dominik Paris of Italy competes during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Downhill on December 28, 2018 in Bormio Italy. (Photo by Francis Bompard/Agence Zoom)

Der Südtiroler Dominik Paris hat am Freitag zum bereits dritten Mal den Abfahrtsklassiker von Bormio gewonnen. Nach 2012 und 2017 bewältigte Paris die Stelvio am Freitag 0,36 Sek. schneller als sein zweitplatzierter Landsmann Christof Innerhofer. Die beiden Athleten bewältigen die äußerst anspruchsvolle  Strecke in beeindruckender Manier.

Bormio bleibt neben Kitzbühel ein Lieblingsort von Dominik Paris. Christof Innerhofer machte dahinter einen italienischen Doppelsieg perfekt. Rang drei ging an den Schweizer Beat Feuz (0,52), der sich über seine Leistung durchaus erfreut zeigte.

„Es war sehr, sehr hart“, meinte Feuz beim Interview im Ziel. „Nun bin ich aber sehr zufrieden. Die zwei für mich schwierigsten Rennen des Jahres habe ich nun hinter mir, und ich stehe fit im Ziel.“ Mauro Caviezel und Nils Hintermann landeten ex aequo auf dem 14. Rang (+1,91). Caviezel meinte, dass er sich mit der Strecke schwer getan hatte. Gilles Roulin, der als 27. der vierte Schweizer in den Weltcuppunkterängen war, befand diese als nicht mehr so eisig. Marco Odermatt landete als 31. knapp nicht in den Punkterängen. Patrick Küng (42.) und Stefan Rogentin (43.) verpassten diese relativ klar.

Auf den Tag genau ein Jahr nach seinem zuvor letzten Sieg wurde Paris zum ‚Wiederholungstäter‘. „Es ist sicher eine Piste, die mir gut liegt.“ Der 29-Jährige mit der Holzfäller-Statur jubelte über seinen zehnten Weltcup-Erfolg. Sein Erfolgsrezept: „Es ist eine taktische Piste. Man muss sich viel trauen und schlau fahren. Man muss überzeugt sein, von dem was man tut – bis ins Ziel.“

Hohe Temperaturen hatten der „Bestie Stelvio“ über Nacht ein wenig die Zähne gezogen. Die Strecke sei, so Vincent Kriechmayr, im Vergleich zum Training „wesentlich einfacher“ zu befahren gewesen. „Von Eis kann man nicht mehr reden.“ Mayer erwischte im Flachstück einen Schlag und kam daraufhin meterweit von der Ideallinie ab. „Das war eigentlich der Teil, wo ich im Training zu den Schnellsten gehört habe. Wenn ich gerade das verhau‘, ist es blöd“, erkannte der Kärntner Olympiasieger.

Johannes Kröll sorgte mit einem Verschneider vor dem Ziel für eine Schrecksekunde, der Steirer fuhr danach aber selbst in den Zielraum. Schlimmer erwischte es den Slowenen Klemen Kosi, dem bei hoher Geschwindigkeit kurz vor dem Ziel offenbar die Kraft ausging. Er durchschlug gleich mehrere Fangnetze und musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie der 27-Jährige nach dem Aufprall ohne Körperspannung war. Sein Verletzungsgrad war vorerst unklar.

Am Samstag geht in Bormio ab 11.45 noch ein Super-G in Szene.

Quelle: APA
Foto: Agence Zoom

Über den Autor

Redaktion skionline

Feedback

Hier klicken und einen Kommentar hinzufügen

5 × zwei =

* Diese Website verwendet Cookies. Mit einem Klick auf OK stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu

Ich stimme zu.

Send this to a friend