Weltcup Herren

Svindal schonte vor Abfahrtsklassikern die Knie

Aksel_Lung_Svindal_schonte_vor_Abfahrtsklassikern_die_Knie

Bei Aksel Lund Svindal ist im neuen Jahr bereits einiges los gewesen. Zuerst ließ sich der norwegische Alpinskistar an der Hand operieren und das Metall aus dem lädierten linken Daumen entfernen („Erste und hoffentlich letzte Operation in diesem Jahr)“, danach wurde er als Norwegens Sportler des Jahres 2018 ausgezeichnet. Vor den Abfahrtsklassikern war zudem Schonung des Knies angesagt.

Svindal war 2017/18 – wenn auch unter Schmerzen – das erste Mal seit drei Jahren eine Saison zu Ende gefahren und hatte sich in Südkorea zum Abfahrts Olympiasieger gekrönt. Sein Lohn für die Qualen zuvor: Im Oktober 2014 hatte er sich bei einem Jux-Fußballspiel die Achillessehne gerissen und war ein Jahr ausgefallen. 2016 gewann er im Jänner in Kitzbühel den Super-G, tags darauf stürzte er in der Abfahrt, vorderes Kreuzband und Meniskus im rechten Knie rissen. 2017 brach er die Saison nach Wengen wegen einer neuerlichen Knieoperation ab.

Die Vorbereitung auf die aktuelle Saison verlief besser als erwartet, doch just vor den Auftaktrennen in Übersee zog er sich einen komplizierten Bänderriss im Daumen zu und ließ sich in Vail operieren. Sportlich lief es trotzdem gut, in den ersten sechs Rennen – jeweils Abfahrt und Super-G in Lake Louise, Beaver Creek und Gröden – landete er jeweils in den Top acht und gewann dabei den Gröden-Super-G. In Bormio jedoch musste er sich mit den Rängen 12 und 17 begnügen.

Bormio hatte seinem Körper alles abverlangt. „Es ist bis Bormio alles viel besser als erwartet gewesen. So wie es danach war, war es dann eigentlich zu erwarten“, betrachtete er es realistisch. Die Bedingungen in Bormio seien für das Knie alles andere als förderlich gewesen, auch wenn man so etwas freilich auf Weltcup-Niveau erwarten könne. „Ich habe dem Knie Ruhe gegönnt, bin viel Rad gefahren, habe Physio gemacht. Dem Knie geht es gut“, sagte der 36-Jährige am Mittwoch nach dem ersten Training in Wengen, in dem er mit Torfehler Sechster wurde.

„Es war okay, aber nicht richtig gut. Es waren wechselnde Schneebedingungen und schwierig, die Balance zu finden. Aber wenn man auf Beat schaut, dann ist es scheinbar nicht unmöglich, eine Balance zu finden.“ Der Schweizer hatte klare Bestzeit im ersten Lauberhorn-Training aufgestellt.

Mit Wengen, Kitzbühel, Garmisch-Partenkirchen und der WM in Aare warten nun die härtesten vier Wochen des Jahres. „Im Jänner muss man im Form sein und sich durchkämpfen“, weiß Svindal. Große Freude bereitete ihm die Sportlerehrung in seiner Heimat, hatte er sich doch u.a. auch gegen die norwegischen Langlaufstars durchgesetzt, die bei den Winterspielen groß abgeräumt hatten. „Das war cool, es kam für mich sehr überraschend. Cool, zu sehen, dass man daheim auch schätzt, wenn jemand Olympiasieger in der Abfahrt wird.“

Quelle: APA

Foto: Agence Zoom

Über den Autor

Elina Kalela

Feedback

Hier klicken und einen Kommentar hinzufügen

1 × 4 =

* Diese Website verwendet Cookies. Mit einem Klick auf OK stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu

Ich stimme zu.

Send this to a friend