Weltcup Herren

Thomas Dressen siegt in Kvitfjel

KVITFJELL, NORWAY - MARCH 10: Beat Feuz of Switzerland takes 2nd place, Thomas Dressen of Germany takes 1st place, Aksel Lund Svindal of Norway takes 3rd place during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Downhill on March 10, 2018 in Kvitfjell, Norway. (Photo by Jonas Ericsson/Agence Zoom)

APA, CT – Nach Kitzbühel hat Skirennläufer Thomas Dreßen am Samstag auch die Weltcup-Abfahrt in Kvitfjell (NOR) gewonnen. Der Deutsche setzte sich 0,08 Sekunden vor dem Schweizer Beat Feuz und 0,17 vor dem Norweger Aksel Lund Svindal durch. Auf den Plätzen vier und fünf folgen Kjetil Jansrud und Christof Innerhofer. Sechster wurde der Bündner Mauro Caviezel, der sich damit als zweitbester Schweizer klassieren konnte.

In der Disziplinwertung liegt Feuz damit vor dem finalen Rennen in Aare 60 Punkte vor Svindal, Dreßen ist in diesem Ranking bereits Dritter. Am Sonntag steht in Kvitfjell noch ein Super-G auf dem Programm. Abgesehen von Feuz und Caviezel konnte sich als Schweizer noch Urs Kryenbühl als 28. in den Punkterängen klassieren.

Der Olympiafünfte Dreßen eroberte den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere nach jenem auf der Kitzbühler Streif. Es war sein insgesamt dritter Podestplatz. „Ich freue mich brutal, dass es nach Kitzbühel wieder so schnell geklappt hat. Ich habe probiert umzusetzen, was die Trainer gesagt haben“, meinte der 24-Jährige, der sich in der Disziplinwertung bereits auf Rang drei vorgearbeitet hat.

Feuz baute seinen Vorsprung im Abfahrtsweltcup auf Svindal auf 60 Zähler aus. „Es ist ein unglaubliches Duell, Aksel lässt in keinem Rennen eine Hundertstel liegen. Ich versuche dagegenzuhalten. Beruhigt bin ich aber nicht“, sagte der Schweizer, der wie auch die Österreicher und Norweger vor Kvitfjell in Aare, dem Schauplatz des Weltcupfinales kommende Woche und der WM 2019, trainiert hat.

„Es ist eine schöne Strecke, der oberste Abschnitt war noch nicht meines, der Rest war okay. Svindal liegt diese Piste, er hat im Training aufgezeigt, wer der Boss ist“, wusste Feuz im Zielraum-Interview über Aare zu berichten. Olympiasieger Svindal kennt die Strecke nur zu gut, er wurde 2007 dort Abfahrts-Weltmeister und gewann 2006 un 2009 die Weltcup-Abfahrten. Auf Top-Ebene ist er daher in Aare-Spezialabfahrten noch ungeschlagen.

Am Sonntag steht ein Super G in Program in Kvitfjel. Der Norweger Kjetil Jansrud führt den Cup nach vier Rennen mit 260 Punkten vor Svindal (214) sowie dem ÖSV-Quartett Kriechmayr (200), Reichelt (186), Franz (172) und Mayer (160). Es ist der erste Super-G im Weltcup seit Kitzbühel Mitte Jänner. „Morgen zählt es richtig. Ich bin fit dafür, vielleicht klappt es ja mit ein bisserl Wut im Bauch wegen heute“, hoffte Olympiasieger Mayer.

Svindal glaubt, dass sich Beat Feuz die Abfahrtskugel nicht mehr nehmen lassen wird. „Jetzt hilft nur noch ein Fehler von ihm immletzten Rennen. Aber er war so konstant, dass er sicher unter die Top Fünf kommt“, sagte der Norweger. Beide liefern eine Top-Saison ab, waren sechsmal auf dem Podest sowie jeweils einmal Vierter und Achter. An Siegen steht es aber 3:2 für Feuz.

Olympiasieger Svindal erklärte, dass er einen Sieg von Feuz im Kugelkampf verschmerzen würde. „Das ginge mehr als in Ordnung. Ich habe schon so viele Kugeln. Ich hatte eine super Saison, mit dem Knie und den Schmerzen hätte ich vor der Saison nie gedacht, dass solche Erfolge wieder möglich sind.“ Nach dem Finale in Aare wird Svindal mit den Ärzten besprechen und schauen, wie sich das Knie weiterentwickeln wird. Danach wird er entscheiden, ob er wie eigentlich geplant die Karriere fortsetzt.

Im Super-G glaubt Svindal, dass die Kugel zum siebenten Mal in Folge an Norwegen gehen wird. 2012 bis 2014 gewann Svindal, 2015 Kjetil Jansrud, 2016 Aleksander Aamodt Kilde und 2017 wieder Jansrud. Die Österreicher wollen aber alles versuchen, die Entscheidung bis zum Finale in Aare offen zu halten.

Unklar ist, ob es nach auch im kommenden Jahr Weltcuprennen in Kvitfjell geben wird. Alles deutet auf einen Abschied nach 25 Jahren hin, zum wiederholten Male haben die Veranstalter die Anforderungen der FIS nicht erfüllt. Ersatzorte in Norwegen wären Narvig und Hemsedal, wo Technikrennen stattfinden könnten.

Foto: Agence Zoom

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Elina Kalela

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