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Viele Medaillenkandidaten fehlen bei Ski-WM

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Ausgerechnet in einer WM-Saison hat das Verletzungspech den alpinen Skisport fest im Griff. Auch heuer betreffen viele Verletzungen den Kniebereich. Bei
Veith, Brunner, Christine Scheyer und Katharina Gallhuber, der Olympiadritten im Slalom, riss jeweils das Kreuzband. Seit Garmisch-Partenkirchen muss auch Olympiasiegerin Michelle Gisin nach Knieverletzung alle WM-Ambitionen begraben, für die Norwegerin Nina Haver-Löseth kam am Semmering nach einem Bruch des Schienbeinkopfes im Knie samt Meniskusverletzung das Saisonende.

Während Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia nach Knöchelbruch gerade noch vor der WM ihr Comeback schaffte, ist ihre italienische Teamkollegin Elena Fanchini nach einem Wadenbeinbruch wieder in der Auszeit. Auch die erfahrene Südtirolerin Johanna Schnarf fehlt verletzt.

Speed-Queen Lindsey Vonn will in Aare zwar noch einmal versuchen, ihren lädierten Körper zu Höchstleistungen anzutreiben. Die US-Amerikanerin wird nach der WM aber endgültig einen traurigen Schlussstrich unter eine glanzvolle Karriere ziehen. „Mein Körper ist gebrochen, nicht mehr zu reparieren und lässt mich nicht die letzte Saison bestreiten, von der ich geträumt habe.“

Auch bei den Herren platzten viele Träume. Max Franz war nach zwei Weltcupsiegen auf dem besten Weg zu einer veritablen Medaillenhoffnung, als in Kitzbühel das Fersenbein nachgab. Dem Abfahrtssport gehen überhaupt allmählich die Fahrer aus. Rund ein Dutzend Läufer, die vor Saisonbeginn die Top 40 der Weltcup-Startliste gebildet haben, sind derzeit verletzt, darunter der zweifache Abfahrts-Kugelgewinner Peter Fill, oder die Deutschen Thomas Dreßen und Andreas Sander.

Der Schweizer Weltmeister von 2015, Patrick Küng, ließ es nach einer weiteren Gehirnerschütterung sein. Landsmann Marc Gisin fehlt nach dem Horror-Crash in Gröden (Rippenbrüche, Lungenverletzung). Carlo Janka wird in Aare dabei sein, konnte die Hocke zuletzt in Garmisch-Partenkirchen aber nur mit Schmerzmitteln einnehmen. Für den oft verletzten Erik Guay brachte der Unterschenkelbruch von Kollege Manuel Osborne-Paradis im November die Gewissheit, es lieber gleich sein zu lassen.

Die norwegischen Teamleader Aksel Lund Svindal (Knie) und Kjetil Jansrud (Mittelhandknochenbrüche) reisten aus Schonungs- und Verletzungsgründen zuletzt nicht zur WM-Generalprobe nach Garmisch-Partenkirchen. Beide werden – wie etwa auch der körperlich angeschlagene Deutsche Felix Neureuther – in Åre starten. Vor allem Svindal will wenige Monate vor seinem Karriereende nahe der Heimat seinen Medaillensatz noch erweitern. Ob sein Fitnesszustand aber mitspielt, ist ungewiss. Die Nachwehen des Kitzbühel-Sturzes samt Kreuzbandriss ließen den Superstar nicht mehr los.

Quelle: APA

Foto: Agence Zoom

 

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Elina Kalela

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