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Vonn feiert in Garmisch ihren 80. Weltcupsieg

Lindsey Vonn 80. Weltcupsieg

APA, CT – US-Ski-Star Lindsey Vonn fehlen nur noch sechs Siege auf die Weltcup-Bestmarke von Ingemar Stenmark. Vonn konnte bei der ersten von zwei Weltcup-Abfahrten in Garmisch-Partenkirchen an diesem Wochenende ihren 80. Weltcupsieg einfahren. Die US-Amerikanerin gewann am Samstag den vom Super-G-Start ausgetragenen Bewerb mit zwei Hundertstelsekunden Vorsprung auf die Italienerin Sofia Goggia. Cornelia Hütter schaffte als Dritte den Sprung auf das Podest, der Steirerin fehlten 0,13 Sek. auf Vonn. Die US-Amerikanerin kam bei der Sprintabfahrt, die mit rund einer Minute und zwölf Sekunden Laufzeit ihrem Namen alle Ehre machte, ihrem Ziel, den Rekord an Weltcupsiegen von Ingemar Stenmark zu brechen, wiederum einen Schritt näher. Zudem untermauerte sie ihre Form in Richtung Olympische Spiele eindrucksvoll.

„Es ist sehr wichtig für mich, in diesem Moment in so guter Form zu sein“, sagte Vonn nach ihrem dritten Saisonsieg und dem insgesamt schon achten Triumph in Garmisch-Partenkirchen in sämtlichen Disziplinen. „Garmisch ist ein toller Ort für mich. Ich freue mich schon wirklich auf die komplette Strecke morgen und auf ein bisschen mehr Speed.“

Auch Sofia Goggia konnte an die starken Leistungen, die sie in dieser Saison schon gezeit hatte, anschließen. Im Abfahrts-Disziplinenweltcup baute sie ihre Führung aus. „Mir macht diese Challenge mit Lindsey wirklich Spaß, ich möchte jedes Mal so schnell fahren wie möglich. Es ist wirklich toll, gegen sie zu fahren“, gratulierte Goggia. 43 Punkte liegt die Italienerin nun vor Vonn. Die Liechtensteinerin Tina Weirather liegt in Platz drei. Goggia hatte sich im vergangenen Jahr bei der Olympia-Generalprobe in Jeongseon zweimal ganz knapp gegen Vonn durchgesetzt. Vier Hundertstel lag sie im Super-G voran, deren sieben in der Abfahrt. „Das soll sich ändern“, kündigte Vonn eine Revanche bei den Spielen an.

Hütter, der 0,13 Sekunden auf die Siegerin fehlten, schaffte ihren dritten Podestplatz in dieser Saison nach ihrem Sieg in Lake Louise und Platz drei im Super-G von Bad Kleinkirchheim. „Der Start war der einzige Fehler von dem Lauf. Es ist einfach so ein flacher Start, da tue ich mir noch schwer mit der Überstreckung“, berichtete die Steirerin, die im Jänner 2017 einen Kreuzbandriss erlitten hatte.

Hinter der starken Amerikanerin Breezy Johnson, die am Vormittag das Training für sich entscheiden hatte können, klassierte sich Anna Veith auf Rang fünf (+0,47 Sek.). Als beste Schweizerin belegte Lara Gut den sechsten Rang, gefolgt von der Liechtensteinerin Tina Weirather. Priska Nufer (12.) und Michelle Gisin (14.) landeten im erweiterten Spitzenfeld. Weltcuppunkte gab es zudem für Jasmine Flury (20.), Corinne Suter (24.) und Joana Hählen (26.).

Pech hatte die US-Amerikanerin Jacqueline Wiles. Nach einem Sturz musste sie mit dem Helikopter abtransportiert werden, womit die Olympischen Spiele für sie wohl ausfallen werden. „Es ist ein wirklich harter Tag für das ganze Team“, gestand Vonn. „Aber auch ein schöner Tag. Breezy ist Vierte, und wir haben alle das Potenzial, auf dem Podest zu sein. Wir hoffen nur alle, das Jackie okay ist.“

Die für Donnerstag und Freitag geplant gewesenen Trainingsläufe waren ja abgesagt worden, nachdem zunächst das Wetter, dann die Pistenpräparierung nicht gepasst hatte. So wurde der Alternativplan für den Samstag aufgestellt. Ursprünglich hätte am ersten Garmisch-Renntag eine Sprint-Abfahrt mit zwei Läufen stattfinden sollen. Am Sonntag soll wie geplant die klassische Abfahrt gefahren werden.

Nicht nur Cornelia Hütter hatte sich am Vortag gegenüber Journalisten über die knollige, brüchige Piste beschwert. „Eine halbe Stunde später habe ich mir aber gedacht: Warum regst du dich auf? Du kannst es eh nicht ändern. Ich habe dann beschlossen, mir meine positive Energie nicht wegnehmen zu lassen“, klärte sie auf. Am Samstag habe die Piste von einer besseren Seite gezeigt: „Sie war in einem guten Zustand.“

Ergebnis

Foto: Agence Zoom

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Akseli Kalela

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