Geschichte

50 Jahre Skimittelschule Schruns

Mit einem Fest, an dem zahlreiche Absolventinnen und Absolventen teilnahmen, wurde am vergangenen Wochenende das 50-jährige Bestandsjubiläum der Skimittelschule Schruns gefeiert. Es handelt sich dabei um die einzige Schule dieser Art in Vorarlberg, die in diesem halben Jahrhundert ihres Bestands viele erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler im Bereich des alpinen und nordischen Skisports hervorgebracht hat.

Die Gründung 1972 geht auf die Initiative des damaligen ÖSV-Rennsportleiters Franz Hoppichler zurück, der in späteren Jahren als „Skiprofessor“ an der Bundessportakademie St. Christoph am Arlberg wirkte. Angeregt von einer Studienreise nach Frankreich hatte er die Idee, spezielle Schulen zur Förderung des Skisports in Österreich zu entwickeln. Dadurch sollte jungen Menschen die Möglichkeit geschaffen werden, Schulausbildung und Skirennlauf unter einen Hut zu bringen. In einer Art Schulversuch wurden zunächst sieben Skihauptschulen errichtet. In Vorarlberg erfolgte dies versuchsweise in Dornbirn, ehe mit Schruns ein geeigneter Standort inmitten des Montafons als bekannter Skiregion gefunden werden konnte. Zur Errichtung hatte die Beharrlichkeit von Peter Both maßgeblich beigetragen, der als Direktor in den folgenden 40 Jahren die Entwicklung der Schule prägen sollte.

Die Liste der Erfolge, die Absolventinnen und Absolventen der Schule in den vergangenen Jahrzehnten erreichen konnten, ist lang. Manche von ihnen prägen den Skisport bis heute, etwa der aus dem Montafon stammende Head-Rennsportleiter Rainer Salzgeber. Besonders hervorgehoben werden in der Chronik der Skimittelschule die fünf Olympiasieger. Zur ersten Generation der Skihauptschüler zählte der Warther Hubert Strolz, der 1988 Gold in der Kombination erreichte, ebenso wie die Montafonerin Anita Wachter. Mario Reiter, Kombinations-Olympiasieger von 1998, ist ebenso Absolvent der Schule in Schruns. Das gilt auch für zwei Vorarlberger Aushängeschilder der Gegenwart, nämlich die Göfnerin Katharina Liensberger und den Warther Johannes Strolz, der zu den erfolgreichsten Athleten der vergangenen Winterspiele in Peking zählte.

 

Foto: Skimittelschule Schruns

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Redaktion skionline

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