Weltcup Herren

Aleksander Aamodt Kilde feiert seinen ersten Kitzbühel-Sieg

KITZBUEHEL, AUSTRIA - JANUARY 21: Aleksander Aamodt Kilde of Team Norway competes during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Downhill on January 21, 2022 in Kitzbuehel Austria. (Photo by Alexis Boichard/Agence Zoom)

Ein Norweger und zwei französische Routiniers gaben auf der Streif in Kitzbühel heute den Ton an. Ersteres ist keine Überraschung, Zweiteres hingegen schon, insbesondere der Drittplatzierte, denn dieser war mit Startnummer 43 ins Rennen gegangen. Es siegte der Norweger Aleksander Aamodt Kilde 0,42 Sekunden vor Johan Clarey. An der dritten Stelle landete Blaise Giezendanner, dem damit im Alter von 30 Jahren seine erste Podestplatzierung in einem Weltcuprennen gelang. Sein Landsmann Clarey stand wie schon im vergangenen Jahr erneut in Kitzbühel am Podest und verbesserte damit mit 41 Jahren nochmals seinen Rekord als ältester Rennläufer in den Top 3.

In einem unglaublich spannenden Rennen, das auf leicht verkürzter Strecke knapp oberhalb der Mausefalle gestartet worden war, überboten sich die Läufer bis zur Startnummer elf gegenseitig mit Bestzeiten. Matthias Mayer, der als bester Österreicher auf dem vierten Platz landete, merkte bereits unmittelbar nach seiner Fahrt an, dass die Strecke schneller werde. Marco Odermatt landete an der fünften Stelle und überzeugte damit einmal mehr in einer Abfahrt. Bemerkenswert sind auch die Leistungen des Kanadiers James Crawford (6.) und Travis Ganong (7.).

„Es ist unglaublich, mir fehlen die Worte“, meinte ein sichtlich gerührter Aleksander Aamodt Kilde beim Siegerinterview. Vor einem Jahr hatte er sich in der Form seines Lebens verletzt und auf einen Kitzbühel-Start verzichten müssen. Nun durfte er sich erstmals über einen Sieg auf der spektakulärsten Abfahrtsstrecke der Welt freuen. Diese liegt ganz offenbar auch Johan Clarey, der sich fest vornahm, am Sonntag wieder voll anzugreifen, um vielleicht sogar seinen ersten Weltcupsieg feiern zu können. Absolut überwältigt zeigte sich sein Teamkollege Blaise Giezendanner, mit dem sich viele seiner Konkurrenten im Ziel sichtlich mitfreuten.

Für die österreichischen Herren gibt es am Sonntag Gelegenheit zur Revanche, denn das heutige Ergebnis beim Heimrennen ließ noch Luft nach oben. Zufrieden zeigte sich Daniel Hemetsberger mit seinem zehnten Platz. Bei Vincent Kriechmayr (13.) überwog hingegen die Enttäuschung. Darüber hinaus landete auch Otmar Striedinger (16.) in den Punkterängen.

Neben Marco Odermatt sorgten auch Beat Feuz (8.) und Niels Hintermann für Top 10 Platzierungen der Schweizer Herren. Abgesehen davon waren die Augen vor allem auf Urs Kryenbühl gerichtet, der im vergangenen Jahr beim Zielsprung auf der Streif spektakulär gestürzt war. Er konnte sich heute überwinden und erreichte den beachtlichen 19. Platz.

Nachdem das Programm des Hahnenkamm-Wochenendes wetterbedingt geändert worden, steht morgen der Slalom auf dem Ganslernhang am Programm. Am Sonntag folgt dann die zweite Abfahrt auf der Streif.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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