Weltcup Herren

Aleksander Aamodt Kilde siegt im zweiten Super-G von Beaver Creek

BEAVER CREEK, USA - DECEMBER 3: Aleksander Aamodt Kilde of Norway takes 1st place during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Super G on December 3, 2021 in Beaver Creek USA. (Photo by Alexis Boichard/Agence Zoom)

Im Gegensatz zu gestern war der heutige Super-G der Herren in Beaver Creek von knappen Abständen geprägt, besonders die beiden besten Zeiten. Beinahe hätte sich der Schweizer Marco Odermatt zum Doppelsieger gekürt. Am Ende fehlten ihm nur 0,03 Sekunden auf die Bestzeit des Norwegers Aleksander Aamodt Kilde, der unmittelbar vor ihm gestartet war. An der dritten Stelle landete der US-Amerikaner Travis Ganong. Ihm liegt die Heimstrecke in Colorado, wo er schon 2015 Vizeweltmeister in der Abfahrt geworden war.

Nach seinem gestrigen Ausfall meldete sich der Norweger Kilde heute eindrucksvoll zurück. Nach einem Trainingssturz im vergangenen Winter befindet er sich in einer Comeback-Saison. „Der Sport kann richtig brutal sein“, meinte der Lebensgefährte von Mikaela Shiffrin im Interview. Gestern sei ein harter Tag für ihn gewesen, heute freue er sich aber sehr. Eine Schrecksekunde bedeutete auch für ihn der Sturz seines Landsmanns Kjetil Jansrud. Dieser prallte mit voller Wucht ins Netz, konnte dann jedoch auf seinen Skiern ins Ziel fahen, was für eine gewisse Entwarnung sorgte. Jansrud hatte bereits angekündigt, am Ende dieser Saison seine Karriere beenden zu wollen.

„Es ist mir schwergefallen, mich voll auf das heutige Rennen zu fokussieren“, meinte Odermatt, Angesichts seines jungen Alters fehle ihm dafür vielleicht noch die Erfahrung. Er bewundere Rennläufer wie Marcel Hirscher, die reihenweise Doppelsiege an einem Wochenende einfahren konnten. Zweifellos fährt der junge Nidwaldener derzeit jedoch in bestechender Form und gilt als aussichtsreicher Kandidat für den Gewinn des Gesamtweltcups.

Erstmals in dieser Saison landete bei einem Weltcuprennen kein Österreicher auf dem Podest. Mit den Plätzen vier und fünf verpassten Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr dieses allerdings nur knapp. Der Kärntner war mit seiner Fahrt nicht unzufrieden, Kriechmayr hingegen schon. Der Weltmeister im Super-G sucht in diesem Jahr noch nach dem Erfolgsrezept. Raphael Haaser unterstrich als Achter seine gute Form. Weltcuppunkte gab es auch für Daniel Danklmaier (22.), Christian Walder (24.) und Stefan Babinsky (27.). Max Franz schied – wie auch schon gestern – aus.

Mannschaftlich stark präsentierten sich einmal mehr die Schweizer Herren mit fünf Läufern in den Top 30. Gino Caviezel schaffte in Abwesenheit seines Bruders Mauro als Neunter eine gute Leistung im Super G. Beat Feuz wurde 14., mit ihm wird in den beiden Abfahrten sehr zu rechnen sein. Loic Meillard (20.) und Thomas Tumler (30.) sammelten ebenfalls Weltcuppunkte.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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