Weltcup Herren

Aleksander Aamodt Kilde siegt in der ersten Abfahrt von Wengen

WENGEN, SWITZERLAND - JANUARY 14 : Aleksander Aamodt Kilde of Team Norway takes 1st place during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Downhill on January 14, 2022 in Wengen Switzerland. (Photo by Alexis Boichard/Agence Zoom)

Nachdem er sich gestern im Super-G Marco Odermatt geschlagen geben hatte müssen, gelang Aleksander Aamodt Kilde heute in der ersten von zwei Abfahrten in Wengen die Revanche. Der Norweger siegte bei dem auf verkürzter Strecke ausgetragenen Rennen mit 0,19 Vorsprung auf den Schweizer Odermatt. Damit dominierten jene beiden Läufer, die in der gesamten bisherigen Saison den Ton angegeben hatten und zusammen 11 der bisherigen 19 Rennen für sich entscheiden konnten. An der dritten Stelle landete der Schweizer Beat Feuz, der damit sehr zur Freude des zahlreich erschienenen Publikums im Berner Oberland beitragen konnte. Sein Rückstand auf Kilde belief sich auf 0,30 Sekunden.

Die Ränge vier bis sechs blieben den österreichischen Herren vorbehalten, die damit für ein gutes Mannschaftsergebnis sorgten, wobei nur ein Podestplatz fehlte. Die beste Leistung zeigte überraschend Daniel Hemetsberger, der mit Startnummer zwei auf dem vierten Platz landete. Guter Fünfter war der Kärtner Max Franz, wenngleich dieser mit seiner Fahrt nicht zufrieden war. Sein Landsmann Matthias Mayer belegte den sechsten Platz. Vincent Kriechmayr, der mit einer Sondergenehmigung der FIS an den Start gehen durfte, ohne an den Trainingsläufen früher in dieser Woche teilgenommen zu haben, landete auf Platz 12. Sein Start hatte bei den anderen Teams für einige Kritik gesorgt. Weltcuppunkte gab es auch für Otmar Striedinger (21.) und Daniel Danklmaier (26.). Christian Walder kam über Rang 36 nicht hinaus.

Aleksander Aamodt Kilde ist erst der dritte Norweger, der am Lauberhorn eine Abfahrt gewinnen konnte. Dementsprechend zufrieden präsentierte er sich beim Siegerinterview, wobei er angesichts der morgigen zweiten Abfahrt und der Rennen in Kitzbühel nächste Woche das dichte Programm betonte. Das ist insofern bemerkenswert, als dass Kilde als einer der durchtrainiertesten Athleten im Skizirkus gilt. Marco Odermatt sprach von einem „Flow-Zustand“, in dem er sich derzeit befinde. In Wengen komme ihm zugute, dass er von den Fans weitgehend abgeschirmt sei und sich so in Ruhe vorbereiten habe können. Das Kernen-S, eine der Schlüsselstellen der Strecke, habe er gemeinsam mit Carlo Janka besichtigt. Dieser erreichte heute bei seinem vorletzten Rennen den ausgezeichneten elften Platz.

Die übrigen Schweizer Läufer schafften alle ebenfalls Weltcuppunkte und sorgten so für ein ausgezeichnetes Mannschaftsresultat. Stefan Rogentin (15.), Niels Hintermann (18.), Gilles Roulin (19.) konnten sich in den Top 20 klassieren, Urs Kryenbühl (25.) und Justin Murisiert (30.) komplettierten das Ergebnis beim Heimrennen.

Die morgige Lauberhorn-Abfahrt findet auf der gesamten Strecke statt. Der Start erfolgt wie heute um 12.30 Uhr.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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