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Axelle Gachet-Mollaret und Werner Marti gewinnen Europameistertitel im Vertikal

Werner_Marti_auf_dem_Weg_zum_Europameister_in_Vertical_Rennen

Das Vertikalrennen der EM 2022 ging über eine Strecke, die auf 2100 m begann und in Base Roies auf 2600 m endete. Die sehr variable und anspruchsvolle Strecke hatte auch sehr steile Hänge mit schnellen Abschnitten dabei. Der Europameistertitel bei den Frauen ging an Axelle Gachet-Mollaret (FRA). Tove Alexandersson (SWE) und Sarah Dreier (AUT) komplettierten das Podium. Werner Marti (SUI) ist der neue Europameister der Männer. Alex Oberbacher (ITA) und Maximilien Drion Du Chapois (BEL) belegten die Plätze zwei und drei.

Bei den U23-Frauen siegte Lisa Moreschini (ITA) vor dem französischen Duo Samantha Bertolina und Perrine Gindre. Bei den Männern holten die Schweizer Gay Aurélien und Ludovic Lattion einen Doppelsieg. Julien Bernaz (FRA) schnappte sich Bronze.Die Titel in der U20-Kategorie gingen ebenfalls in die Schweiz, während Caroline Ulrich (SUI) vor Antonia Niedermaier (GER) und Manuela Pedrana (ITA) bei den Frauen und Thomas Bussard (SUI) vor Anselme Damevin (FRA) und Robin Bussard (SUI) gewann. In der Kategorie U18 weiblich gewann Ida Waldal (NOR) vor Louise Trincaz (FRA) und María Ángeles Rodríguez Santiago (ESP). Bei den Männern ging der Titel an Jules Raybaud (FRA), gefolgt von Mirko Lupo Olcelli (ITA) und Mathieu Pharisa (SUI).

Sarah Dreier sorgte heute für Jubelstimmung im ÖSV-Team. Auf der 3,4 Kilometer langen Strecke mit 500 Höhenmetern, lag die Salzburgerin von Beginn an in einem engen Verfolgerfeld hinter den beiden Führenden Axelle Gachet Mollaret (FRA) und Tove Alexandersson (SWE), die am Ende Gold und Silber holten. Am letzten steilen Anstieg packte Dreier ihre ganze Klasse aus, mobilisierte nochmals die letzten Kraftreserven und sicherte sich so, unter dem Jubel der kompletten Mannschaft, die Bronzemedaille. „Ich bin so glücklich. Ich wollte diese Medaille unbedingt und habe beim letzten Anstieg einfach nochmal alles riskiert. Dass es jetzt so aufgegangen ist – einfach unglaublich. Vielen Dank auch meiner Familie, meinem Freund, meiner Schule und natürlich der Mannschaft, für die gewaltige Unterstützung – ihr seid einfach Spitze“ jubelte Dreier in Ziel.

Bei den Herren ging Paul Verbnjak auf Platz 13 als bester Österreicher über die Ziellinie und verfehlte als 4. in der U23 die Bronzemedaille nur ganz knapp. Verbnjak platzierte sich von Beginn an in der Spitzengruppe und setzte alles auf eine Karte. Letztendlich musste der Kärntner im Kampf um Platz Drei jedoch den Franzosen Julien Bernaz ziehen lassen. „Es war ein extrem hartes und enges Rennen. Das Tempo ist vom Start weg unglaublich hoch gewesen. Ich habe mich von Beginn an in der Spitzengruppe platziert und alles auf eine Karte gesetzt, aber das ist sich leider nicht mehr ganz ausgegangen. Ich hätte mir nach meinen Weltcup-Ergebnissen natürlich mehr erwartet und auf eine weitere Medaille gehofft. Unterm Strich muss ich aber mit Platz 13 in der Gesamtwertung und Platz 4 in der U23 zufrieden sein“ sagte Paul Verbnjak in Zielgelende.

Hinter Verbnjak erreichten Christian Hoffmann (16.), Jakob Herrmann (17.) und Armin Höfl (20.) noch die Top-Zwanzig. Der gesundheitlich angeschlagene Daniel Zugg konnte das hohe Tempo im vorderen Feld nicht ganz halten und kam als 25. ins Ziel. Andreas Mayer verpasste die Top-30 knapp und erreichte mit der 31. Laufzeit noch Platz 10 in der U23. In der U20 verpasste Nils Oberauer mit dem undankbaren 4. Platz die Medaille nur knapp. Hannes Lohfeyer wurde 10. Einen beachtenswerten Einstieg feierte der Tiroler Silvano Wolf, der bei seiner Premiere den 9. Platz belegte.

Der Freitag ist ein Ruhetag, an dem die Athleten die Möglichkeit haben, sich zu erholen und die Strecke für das Individualrennen am Samstagmorgen zu besichtigen.

 

Quelle: Medienmitteilung ISMF, Medienmitteilung ÖSV

Foto: ISMF/ Maurizio Torri

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Elina Kalela

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