Weltcup Herren

Beat Feuz gewinnt zum dritten Mal die Lauberhorn-Abfahrt

WENGEN, SWITZERLAND - JANUARY 18 : Beat Feuz of Switzerland competes during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Downhill on January 18, 2020 in Wengen Switzerland. (Photo by Alexis Boichard/Agence Zoom)

Beat Feuz hat sich seinen dritten Sieg bei der Lauberhorn-Abfahrt geholt und damit mit Karl Schranz und Franz Klammer als dreifachen Wengen-Siegern gleichgezogen.  Österreichs Speedpiloten haben in Wengen nicht das richtige Rezept gegen die großen Zwei des Abfahrtssport gefunden. Weil hinter dem Schweizer Beat Feuz und dem Südtiroler Dominik Paris (+0,29 Sek.) auch noch der Deutsche Thomas Dreßen dazwischenfunkte (0,31), musste sich Kombinationssieger Matthias Mayer mit Rang vier begnügen (0,38), Vincent Kriechmayr wurde Achter, Daniel Danklmaier Zwölfter.

Für Feuz war es bereits der 13. Weltcupsieg seiner Karriere, der Dritte in der Abfahrt auf dem Lauberhorn nach 2012 und 2018. Wegen des Schneefalls in der Nacht war ein Rennen über die gesamte Distanz nicht möglich gewesen, gestartet wurde bei besten Verhältnissen ab dem Kombinationsstart, 32.000 Zuschauer waren entlang der Strecke mit dabei.

Mayer, der das zweite Training und die Kombiabfahrt dominiert hatte, fand es „extrem schade“, dass er den Podestplatz verpasst hatte, nur um 7/100 Sekunden war er vorbeigeschrammt. „Ich hatte zwei Teile, wo ich sehr viel Zeit verloren habe. Am Start oben komischerweise, wo es heute überhaupt nicht hingehaut hat, und was eigentlich noch blöder war, nach dem Tunnel, da hat es mir im Flachen einmal den Ski verschnitten, das hat mich im Gleitstück einiges gekostet“, wusste Mayer, woran es gelegen war.

Mit 400 Punkten übernahm Titelverteidiger Feuz die Führung im Disziplinweltcup vor Paris (384), Dreßen (201) und Mayer (200). Im Kampf um den Disziplinweltcup ziehen der Schweizer (Sieger in Beaver Creek und Wengen) und der Südtiroler (zweimal in Bormio) davon, Dreßen hatte zum Auftakt in Lake Louise gewonnen.

„Vor zehn Jahren habe ich meine Premiere gegeben und mir gedacht: Die Strecke mag ich nie. Sie ist lang, hat Flachstücke – eigentlich alles, was ich nicht mag. Drei Jahre später hat es funktioniert und seither ist es eine Liebesbeziehung“, sagte Feuz nach dem Triumph am Samstag.

Weiter auf einen Wengen-Sieg warten muss Paris: „Es ist spannend mit Beat. Er pusht dich, immer an die Grenzen zu gehen“, sagte der Zweitplatzierte. Und Dreßen meinte, nachdem er Minschkante und Canadian Corner nicht perfekt erwischt hatte. „Da habe ich zu früh umgelegt, und dann habe ich nicht die Eier gehabt, dass ich da voll durchziehe. Ansonsten könnte ich nicht sagen, was ich besser fahren hätte können.“

Das Publikum im Berner Oberland freute sich naturgemäß besonders über den Heimsieg von Beat Feuz. Doch auch die Leistungen der anderen Schweizer Athleten konnten sich sehen lassen. Mauro Caviezel konnte seine Trainingsleistungen bestätigen und sicherte sich mit Platz fünf sein bisher bestes Resultat in Wengen. Ein Fehler beim Kernen-S verhinderte eine noch bessere Platzierung des Bündners, der sich im Interview zufrieden mit seiner Leistung zeigte.

Das gilt auch für Niels Hintermann, der von einer gewissen Nervosität am Start sprach. Platz 8 bedeutete für das zweitbeste Ergebnis bei einer Weltcupabfahrt. Mit Ralph Weber konnte sich sogar noch ein dritter Schweizer in den Top 10 klassieren. Mit dem zehnten Platz stellte er sein bisher bestes Weltcupergebnis ein. Gute Chancen auf eine Spitzenplatzierungen hatte sich auch Carlo Janka ausgerechnet. Ein schwerwiegender Fehler im Canadian Corner verhinderte das jedoch. Dennoch wurde Janka noch 15., was seine sonst sehr gute Leistung unter Beweis stellte. Lars Rösti sammelte mit hoher Nummer als 26. seine ersten Weltcuppunkte. Al.s 28. reichte es auch für Gilles Roulin noch für solche.

Quelle: APA
Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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