Olympics

Beat Feuz ist Olympiasieger in der Abfahrt

BEIJING, CHINA - FEBRUARY 7 : Johan Clarey of Team France wins the silver medal, Beat Feuz of Team Switzerland wins the gold medal, Matthias Mayer of team Austria wins the bronze medal during the Olympic Games 2022, Men's Downhill on February 7, 2022 in Yanqing China. (Photo by Alexis Boichard/Agence Zoom/Getty Images)

Eigentlich gab es nur einen Anwärter auf olympisches Gold in der Abfahrt: Beat Feuz. So war es zumindest sinngemäß in manchen Schweizer Medien in den vergangenen Tagen zu lesen. Tatsächlich krönte der 34-jährige Emmentaler heute in den frühen Morgenstunden mitteleuropäischer Zeit seine so erfolgreiche Abfahrtskarriere mit einer Goldmedaille. Emotionale Momente erlebte der frisch gebackene  Olympiasieger und Jungvater bei einem Telefonat mit seiner Familie, wie auf TV-Bildern zu sehen war. In einem spannenden Rennen, das glücklicherweise nicht von Wind oder anderen äußeren Verhältnissen geprägt war, siegte er mit dem knappen Vorsprung von einer Zehntelsekunde auf den Franzosen Johan Clarey. An der dritten Stelle landete der Österreicher Matthias Mayer (+0,16). Mit den undankbaren Plätzen vier und fünf mussten sich der Kanadier James Crawford und der Norweger Aleksander Aamodt Kilde begnügen.

Beat Feuz ist ohne jeden Zweifel ein mehr als würdiger Olympiasieger, ist der doch der dominierende Abfahrer der vergangenen Jahre, der viermal in Folge die Disziplinenwertung gewinnen konnte. Nach einer Silber- und einer Bronzemedaille vor vier Jahren in Pyongcheng machte er seinen Satz an olympischen Medaillen vier Tage vor seinem 35. Geburtstag komplett. „Unglaublich, dass ich gewonnen habe“, meinte der Schweizer. Sein ganze Karriere mit allen Hochs und Tiefs sei ihm in diesem Moment durch den Kopf gegangen, erklärte er sichtlich emotional. Sein Weg als Skirennlaufer war in der Tat außergewöhnlich, nicht zuletzt aufgrund zahlreicher schwerer Knieverletzungen.

Auf eine beeindruckende Karriere kann auch Silbermedaillengewinner Johan Clarey blicken, der sensationell mit 41 Jahren seine erste Olympiamedaille gewann. Vor drei Jahren hatte er bei den Weltmeisterschaften in Aare bereits die Silbermedaille im Super-G erreicht. Den „Altersrekord“ wird ihm wohl nicht so schnell ein anderer Athlet streitig machen können. Zufrieden bilanzierte auch Matthias Mayer nach dem Gewinn seiner dritten Olympiamedaille. Der zweifache Olympiasieger beglückwünschte Feuz und Clarey zu ihren Leistungen. Um seinen dritten Platz habe er richtig zittern müssen, meinte der Kärntner nach dem knappen Rennen.

Für seine Teamkollegen verlief der Olympiaauftakt nicht nach Plan. Vincent Kriechmayr war mit der Startnummer eins so etwas wie der Testpilot gewesen. Er beendete das Rennen schließlich auf Platz acht, unmittelbar vor Max Franz, der an seine herausragenden Trainingsleistungen nicht anschließen konnte. Für Daniel Hemetsberger war der Traum einer olympischen Medaille nach einem Fehler gleich nach dem Start ausgeträumt. Er beendete das Rennen mit blutiger Nase als 21.

Auch für die Landsmänner des Olympiasiegers Beat Feuz gab es im Hinblick auf Medaillen nichts zu holen. Jungstar Marco Odermatt zeigte eine solide Leistung, die für den siebten Platz reichte. Mit ihm wird im Super-G stark zu rechnen sein. Niels Hintermann und Stefan Rogentin kamen über die Ränge 16 und 25 nicht hinaus.

Bei den Speeddisziplinen der Herren geht es Schlag auf Schlag, denn schon heute Nacht steht der Super-G an. Der Start erfolgt um 4 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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