Weltcup Herren

Clement Noel führt im Slalom von Flachau

FLACHAU, AUSTRIA - JANUARY 16: Clement Noel of France in action during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Slalom in January 16, 2021 in Flachau Austria. (Photo by Alexis Boichard/Agence Zoom)

Nach zwei Verschiebungen aufgrund der Corona-Situation finden an diesem zwei Wochenende zwei Herren-Slaloms in Flachau statt. Eigentlich hätten diese Rennen in Kitzbühel gestartet werden sollen, nachdem die klassischen Lauberhorn-Herren in Wengen abgesagt worden waren. Die Entwicklung der letzten Tage hat einige Flexibilität erfordert. Nunmehr starten die Herren auf jenem Hang, auf dem am Dienstag ein Nachtslalom der Damen stattgefunden hat.

Wie schon in den letzten beiden Slaloms in Adelboden und Zagreb führt wieder Clement Noel nach dem ersten Durchgang. Der Franzose spielte seine Klasse bei Läufen mit weiten Torabständen aus und setzte sich mit 0,23 Sekunden Vorsprung vor dem Norweger Sebastian Foss-Solevaag an die Spitze. Es darf mit Spannung erwartet werden, ob es Noel im dritten Anlauf gelingen wird, sein erstes Rennen in dieser Saison zu gewinnen.

Als bester Österreicher liegt Manuel Feller an der dritten Stelle. „Ich musste mich wirklich konzentrieren, um hier ja nicht auszufallen“, meinte der Tiroler schmunzelnd im Interview mit dem ORF. Seine aus dem Zusammenhang gerissene Bezeichnung „Märchenwiese“ für den Slalomhang von Flachau hatte in den vergangenen Tagen einige mediale Diskussionen ausgelöst. Mit 0,25 Sekunden Rückstand hat Feller noch alle Möglichkeiten, in Flachau heute tatsächlich ein Märchen wahr werden zu lassen – nämlich jenes von seinem ersten Weltcupsieg.

Der Schwede Kristoffer Jakobsen schaffte mit der hohen Nummer 18 eine hervorragende Zeit und landete auf dem vierten Platz. Marco Schwarz, der erstmals in dieser Saison im roten Trikot des Führenden im Slalomweltcup an den Start gegangen war, liegt an der fünften Stelle. Mit seinem Lauf zeigte er sich nicht zufrieden, er habe ihn nach eigener Aussage „verschlafen“. „Abgerechnet wird aber nach dem zweiten Durchgang“, meinte der Kärntner.

Als „derzeit bestes Slalomteam“ (Thomas Sykora) präsentierten sich die österreichischen Herren. Alle acht Läufer konnten sich für den zweiten Durchgang qualifizieren. Mit Fabrio Gstrein (9) und Christian Hirschbühl (10.) schafften zwei weitere ÖSV-Herren den Sprung in die Top 10. Bemerkenswert ist auch die Leistung von Johannes Strolz, der sich mit der hohen Nummer 42 als 14. eine sehr gute Ausgangsposition für einen Spitzenplatz schaffen konnte. Auch Adrian Pertl (16.) und Marc Digruber (17.) waren mit ihren Leistungen zufrieden. Bei Michael Matt (24.) besteht sicherlich im Finale noch Luft nach oben.

Ebenfalls mannschaftlich stark waren die Schweizer Herren, auch wenn die absolute Spitzenplatzierung im ersten Durchgang ausblieb. Die beste Leistung lieferte Ramon Zenhäusern als Sechster, ihm fehlen 0,81 auf die Bestzeit. Überraschend stark fuhr Sandro Simonet mit der hohen Nummer 33, er landete auch dem achten Platz. Mit Loic Meillard (12.), Luca Aerni (18.) und Tanguy Nef (19.) finden sich drei weitere Schweizer in den Top 20. Daniel Yule schied im ersten Durchgang aus.

Der zweite Durchgang in Flachau wird um 12.30 Uhr gestartet.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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