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Corona-Hickhack um Weltcup-Auftakt in Sölden geht weiter

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Erst schien alles gut, danach wechselnde Positionierungen, dann die Planung mit deutlich weniger Zuschauern. Als nächstes die Vorverlegung des Weltcup-Auftaktes um eine Woche und jetzt die Offenbarung, man werde das erste FIS Weltcup Rennen dieser Saison im österreichischen Sölden ganz ohne Zuschauer austragen.

Das Hickhack um die Corona-bedingten Einschränkungen, Regeln und Terminierungen im FIS Weltcup geht weiter. Hinter vorgehaltener Hand wird angesichts der wieder rapide steigenden Infektionszahlen sogar schon über eine Saison ohne Weltcup-Rennen gemunkelt. Das allerdings ist nur Spekulation, noch.

Bleiben wir bei den Fakten

Entsprechend der aktuellen Situation stehen folgende Regelungen an:

– Das erste Weltcuprennen dieser Saison wird bereits am 18. Oktober 2020, also eine Woche vor dem zunächst geplanten Auftakt, an den Start gehen.

– Zuschauer sind nicht zugelassen, was den Organisatoren auch die letzten möglichen Einnahmen durch Kartenverkäufe nimmt. Bislang war von bis zu 3`000 möglichen Fans ausgegangen worden.

– Die Organisation legt vier Kreise fest. Ein Kreis ist den Aktiven und Betreuern vorbehalten, ein weiterer geht an die Organisatoren. Ein dritter Kreis steht den Medienvertretern zu und der vierte den wenig geladenen Gästen, wie etwa hochrangigen Politikern der Region. Und jeder bleibt in seinem Kreis.

– Das gesamte Rahmenprogramm mit Startnummernverlosung, Paraden und Partys wird gestrichen.

Nunmehr sind es noch ein paar Wochen, bis die Weltcup-Saison 2020/2021 an den Start gehen könnte. Was bis dahin wirklich noch geschieht, steht nicht nur in den Sternen am Himmel über Sölden. Möglicherweise bleibt der Weltcup-Hang in Sölden dann so leer, wie auf dem Beitragsbild, das aus dem Jahr 2018 stammt und die Strecke in der Vorbereitung zeigt.

Auch wenn man den Rennkalender eigentlich unangetastet lassen will, sollen die Reisen im Weltcup auf ein notwendiges Mass eingeschränkt werden. Damit droht beispielsweise den geplanten Rennen in Nordamerika das Aus. Aber auch hier sind wir noch auf dem Boden der Spekulation. Die FIS Verantwortlichen werden sich erst am 30. September 2020 treffen und dann eine gemeinsame Linie finden wollen. Aber auch bis dahin sind noch sechs Wochen Zeit. Sechs Wochen Zeit, für die keiner vorhersagen kann, was COVID19 bis dahin noch anrichten wird.

Wir bleiben jedenfalls am Ball und berichten immer, sobald wir neue Meldungen aus verlässlichen Quellen haben. Aber ein wenig Spekulation wird wohl in Corona-Zeiten immer dabei sein müssen, zumal die Faktenlage in den einzelnen Austragungsorten immer sehr unterschiedlich sein wird.

 

Text: skionline

Quelle: Tiroler Tageszeitung

Bild: skionline

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Redaktion skionline

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