Weltcup Herren

Daniel Meier geht eigene Wege

Nachdem er diesem Sommer keinen Platz im Kader des Österreichischen Skiverband mehr erhalten hatte, möchte der Skirennläufer Daniel Meier zukünftig eigene Wege beschreiten. Das erklärte Ziel des 27-Jährigen ist es, zukünftig wieder im Weltcup an den Start gehen zu können. Seine bisherige Karriere war von zahlreichen verletzungsbedingten Rückschlägen geprägt. Eine Crowdunfing-Kampagne und eine Verlosung der Werbefläche auf seinem Helm sollen nun dabei helfen, eine Weiterführung der Karriere zu ermöglichen.

Im März 2012 gab der für den Wintersportverein Nofels startende Vorarlberger sein Debüt im Weltcup, kam in den folgenden beiden Winter jedoch nur sporadisch zum Einsatz. Eine komplizierte Rückenverletzung 2014 und eine weitere Adduktorenverletzung führten dazu, dass er die Saison 2014/15 komplett und auch die darauffolgende Saison 2015/16 fast zur Gänze aussetzen musste. Das Comeback gelang mit ersten Podestplätzen im Europacup und den ersten Weltcuppunkten sehr erfolgreich. Auch die Saison 2017/18 startete mit einem Sieg im Australien New Zealand Cup erfreulich, allerdings folgte kurz darauf ein Kreuzbandriss im linken Knie.

Nach zahlreichen Rückschlägen versucht Meier nun nochmals durchzustarten. Dabei muss er ohne die Unterstützung des Österreichischen Skiverbands auskommen, was mit entsprechenden Ausgaben einhergeht. Neben dem Lebensunterhalt müssen Training und Material finanziert werden. Dabei werde ihm erst bewusst, was der Verband eigentlich alles geboten habe, meinte der Vorarlberger. Er sei dafür immer dankbar gewesen und habe die Unterstützung geschätzt.

Um sich weiterhin professionell vorbereiten zu können, stellte er mit Unterstützung seines Vereins in Nofels eine Crowd-Funding-Kampagne auf die Beine. 20.000 Euro kamen dabei zusammen. Nun will er auch die Werbefläche auf seinem Helm verlosen – nach dem Vorbild von Fußballklubs, die solche Methoden schon praktiziert hatten. Im Skisport nimmt Meider mit diesem Versuch eine Vorreiterrolle ein. Für 250 Euro kann ein Los erworben werden, damit auch kleine Firmen Chancen hätten, Kopfsponsor zu werden. 200 Lose wurden aufgelegt, mit dem erhöfften Erlös von 50.000 Euro will Meider seinen Trainer finanzieren.

 

Quelle: vorarlberg.orf.at
Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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