Weltcup Herren

Daniel Yule siegt im Slalom von Madonna di Campiglio

MADONNA DI CAMPIGLIO, ITALY - DECEMBER 22: Henrik Kristoffersen of Team Norway takes 2nd place, Daniel Yule of Team Switzerland takes 1st place, Linus Strasser of Team Germany takes 3rd place during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Slalom on December 22, 2022 in Madonna di Campiglio, Italy. (Photo by AGENCE ZOOM/Agence Zoom)

Der Schweizer Daniel Yule hat den heutigen Nachtslalom von Madonna di Campiglio für sich entschieden. Er sicherte sich damit seinen sechsten Weltcupsieg, den bereits dritten bei diesem italienischen Klassiker. Bei ebenso vielen Siegen an diesem Ort hält der Zweitplatzierte, der Norweger Henrik Kristoffersen. Er musste sich heute um nur 0,08 Sekunden dem Sieger geschlagen geben. Ein strahlendes Gesicht sahen die Zuseher auch beim Drittplatzierten Linus Straßer. Dieser jubelte nicht nur über einen Podestplatz kurz vor Weihnachten, er ist auch seit wenigen Tagen frischgebackener Vater. Lucas Braathen, der nach dem ersten Durchgang noch souverän in Führung gelegen war, musste sich am Ende mit Platz vier begnügen.

„Vielleicht tut mir das italienische Essen gut“, meinte der lachende Sieger Yule im Interview. Er betonte, dass es ihm großen Spaß bereite, in Madonna Ski zu fahren. „Die Hundertstel sind momentan nicht auf meiner Seite“, meinte der zweitplatzierte Kristoffersen, der weiter auf den ersten Sieg auf seinem neuen Material warten muss.

Mannschaftlich stark präsentierten sich die österreichischen Herren mit vier Top 10 Plätzen. Im vergangenen Jahr war der beste ÖSV-Läufer beim Nachtslalom von Madonna noch auf Platz 20 gelegen. Heute belegte Manuel Feller den fünften Platz, gefolgt von Marco Schwarz, dem im Finale eine beachtliche Steigerung gelungen war. Fabio Gstrein und Adrian Pertl durften sich mit den Rängen acht und neun über gute Platzierungen freuen. Michael Matt zeigte sich mit Platz 17 ebenfalls recht zufrieden. Pech hatte hingegen Johannes Strolz, der im Finale auf dem Weg zu einer Spitzenplatzierung war, allerdings auf einer gebrochenen Torstande ausrutschte und ohne eigenes Verschulden ausschied. Insgesamt elf Stangen lösten sich aufgrund eines defekten Materials, wie FIS-Renndirektor Markus Waldner im Interview erklärt. Ein Rerun sei in diesem Falle nicht vorgesehen. Der ÖSV hatte einen solchen für Strolz beantragt. Als fairer Sportler akzeptierte der Warther die Entscheidung.

Ebenfalls nicht nach Wunsch lief es für den Schweizer Loic Meillard. Nachdem dem ersten Lauf noch Zweiter, fädele er im Finale ein. Ramon Zenhäusern beendete das Rennen als 21., Noel von Grüningen kam nach einem zweiten Lauf mit Fehlern über Rang 26 nicht hinaus.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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