EC/FIS RENNEN

Das war der Europacup 2020/21

Unter noch schwierigeren Bedingungen als der Skiweltcup ging der Europacup des vergangenen, von der Corona-Pandemie geprägten, Winters über die Bühne. Während der Weltcup mit relativen wenigen Absagen konfrontiert war (eine wesentliche Ausnahme bildeten die klassischen Lauberhornrennen der Herren), startete der Europacup schon im Dezember mit zahlreichen Absagen und Verschiebungen. Von den vier geplanten Parallel-Rennen der Damen und Herren konnte kein einziges gestartet werden. Bei den Damen wurden auch beide geplanten Kombinationswertungen abgesagt. Die Herren absolvierten zumindest einen Bewerb in dieser Disziplin, den der Schweizer Joel Lütolf für sich entscheiden konnte, was ihm auch die kleine Kristallkugel bescherte.

Nach dem Saisonfinale am 21. März 2021 auf der Reiteralm standen die Norwegerin Marte Monsen und der Österreicher Maximilian Lahnsteiner als Sieger der Gesamtwertung fest. Die junge Rennläuferin Monsen zählt mit 20 Jahren zu den aufstrebenden skandinavischen Skitalenten. Der Gewinn des Europacups ist der bisher größte Erfolg ihrer Karriere, wobei sie gleichzeitig auch in der Riesenslalomwertung siegte. Ihre Bruder Marcus ist ebenfalls als Skirennläufer für den norwegischen Verband aktiv. Der Oberösterreicher Lahnsteiner ist mit 24 Jahren schon zweifacher Medaillengewinner bei Juniorenweltmeisterschaften. Der Speedspezialist führte in der Gesamtwertung einen Dreifacherfolg der ÖSV-Herren an. Die beiden weltcuperprobten Läufer Raphael Haaser und Dominik Raschner klassierten sich auf den Plätzen zwei und drei. Raschner sicherte sich auch die Disziplinenwertung im Riesenslalom.

Die einzige Gesamtwertung, die bei den Damen an Österreich ging, war jene in der Abfahrt, wobei die Siegerin Lisa Grill heißt. Im Super-G siegte die Schweizerin Jasmina Suter, während sich die Slowenin Andreja Slokar im Slalom durchsetzen konnte. Sie hatte bei den Skiweltmeisterschaften in Cortina d´Ampezzo in dieser Disziplin sensationell den fünften Platz erreicht. Ein kleine Sensation ist auch der Gewinn der Salomkugel im Europacup durch den Briten Billy Major. Der 24-jährige wird damit im nächsten Jahr gemeinsam mit seinem arrivierten Teamkollegen Dave Ryding im Weltcup an den Start gehen. In den Speeddisziplinen konnten sich im Super-G der Schweizer Stefan Rogentin und in der Abfahrt der Franzose Victor Schuller durchsetzen.

 

Foto: Agence Zoom

Über den Autor

Redaktion skionline

Feedback

Hier klicken und einen Kommentar hinzufügen

16 + 12 =