Weltcup Herren

Dave Ryding schreibgt in Kitzbühel Skigeschichte

KITZBUEHEL, AUSTRIA - JANUARY 22: Lucas Braathen of Team Norway takes 2nd place, Dave Ryding of Team Great Britain takes 1st place, Henrik Kristoffersen of Team Norway takes 3rd place during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Slalom on January 22, 2022 in Kitzbuehel Austria. (Photo by Christophe Pallot/Agence Zoom)

Dave Ryding hat heute im wahrsten Sinne des Wortes Skigeschichte geschrieben. Der für den Kandahar Skiclub startende Brite schaffte etwas, was noch nie zuvor einem Landsmann gelungen war – den Sieg in einem Weltcuprennen. Großbritannien ist damit das 22. Land in den Siegerlisten des alpinen Skiweltcups. Nach dem ersten Durchgang hatte es nach einem Dreikampf um den Sieg zwischen Alex Vinatzer, Clement Noel und Sebastian Foss Solevaag ausgehen. Letzterer fäldelte im Finale jedoch ein, während seine beiden Konkurrenten nach schweren Fehlern nur im hinteren Bereich des Klassements landeten. Das ebnete Ryding den Weg zum Sieg. Die beiden Norweger Lucas Braathen und Henrik Kristoffersen landeten auf den Plätzen zwei und drei.

Rydings Betreuer waren am Start außer sich vor Freude über den Sieg des 35-jährigen Routiniers. Dieser konnte es im Ziel kaum glauben, den Klassiker am Ganserlnhang gewonnen zu haben. Gleichzeitig bedauerte er Alex Vinatzer, war er doch selbst schon in der Position des Halbzeitführenden gewesen, der dann ausschied. Auch Lucas Braathen, Henrik Kristoffersen und viele andere Kollegen freuten sich mit dem britischen Weltcupsieger. Kristoffersen war nach dem ersten Durchgang nur auf Platz 24 gelegen und hatte einen großen Sprung gemacht. Auch Braathen verbesserte sich vom achten Platz und konnte so seinen Sieg von Wengen eindrucksvoll bestätigen.

Ein großer Sprung im Klassement gelang auch den beiden Österreichern Michael Matt und Johannes Strolz, die am Ende die Plätze vier und fünf belegten. Beide sahen es als Bestätigung ihrer Form an, wobei sich Matt damit wohl auch für die Aufstellung bei den Olympischen Spielen ins Spiel gebracht hat, zumal Fabio Gstrein die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst hatte. Unzfrieden zeigte sich nur Marco Schwarz mit seinem 12. Platz. Dominik Raschner beendete das Heimrennen als 16.

Der schwierig gesteckte zweite Lauf hatte zahlreiche Ausfälle zur Folge. Dabei erwischte es auch vier Schweizer: Daniel Yule, Ramon Zenhäusern, Sandro Simonet und Noel von Grüningen. Dennoch landeten drei Schweizer in den Top 15, nämlich Loic Meillard (7.), Marc Rochat (8.) und Luca Aerni (13.)

Morgen geht in Kitzbühel die zweite Abfahrt über die Bühne. Am Dienstag folgt dann in Schladming der letzte Slalom vor den Olympischen Spielen.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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