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Der Nationencup bleibt spannend

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Spannend wie seit vielen Jahren nicht mehr gestaltet sich in dieser Saison im Alpinen Skiweltcup der Nationencup. Seit der Gründung des Weltcups vor mehr als 50 Jahren werden jeweils am Ende einer Saison die Punkte aller Rennläuferinnen und Rennläufer zusammengezählt. Die mit Abstand erfolgreichste Nation in dieser Wertung ist Österreich mit 40 Siegen. Seit 1990 konnte der Nationencup ununterbrochen nach Österreich geholt werden. In dieser Saison erweist sich das allerdings als keine Selbstverständlichkeit.

Mit 46 von 85 geplanten Rennen ist mehr als die Hälfte des Programms absolviert. In Führung liegt derzeit – und das ist alleine schon eine Überraschung – die Schweiz mit 5.492 Punkten. Österreich hat 153 Punkte Rückstand, es dürfte also bis zum Ende der Saison knapp werden. An dritter Stelle liegt das italienische Team mit 1.031 Punkten Rückstand. Betrachtet man die Wertungen der Damen und Herren, so präsentiert sich das italienische Damenteam in dieser Saison besonders stark, es liegt mit 2.796 Punkten in Führung. Bei den Herren konnten die Schweizer bisher 3.381 Punkte sammeln, was auf eine gute mannschaftliche Leistung schließen lässt.

In vielen Interviews hat ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel stets betont, dass ihm der Gewinn des Nationencups ein großes Anliegen ist. Jahr für Jahr beginne er bereits recht früh in der Saison zu rechnen, da von dieser Wertung abhänge, ob Österreich auch weiterhin die Skination Nummer 1 bleibe. Auch Sportminister Werner Kogler hat im ORF-Interview beim Nachtslalom von Schladming bemerkt, dass er diese Entwicklung verfolge. Für den diesjährigen Gewinn des Nationencups wäre allerdings eine Leistungssteigerung des ÖSV-Teams vonnöten. Natürlich macht sich der Rücktritt von Marcel Hirscher dabei bemerkbar. Vor allem im Technik-Bereich der Herren konnten jedoch auch andere Läufer bisher nicht an die Leistungen der vergangenen Jahre anschließen.

Nicht nur der Nationencup, auch der Gesamtweltcup der Herren gestaltet sich spannend wie seit langem nicht mehr. Derzeit führt nach 24 von 44 Rennen Henrik Kristoffersen vor seinem Landsmann Aleskander Aamodt Kilde und dem Österreicher Matthias Mayer. Damit liegen zwei Speedfahrer auf den Rängen 2 und 3. Alexis Pinturault, der von vielen als Nachfolger Hirschers gehandelt wurde, liegt aktuell nur auf dem vierten Rang. Die Punkteabstände sind allerdings relativ gering, weshalb sich hier noch vieles verschieben kann. Mikaela Shiffrin kann hingegen auf einen recht komfortablen Vorsprung von mehr als 300 Punkten blicken, auf wenn bei ihr schon eine kleine „Krise“ geortet worden war. Ihre ersten Verfolgerinnen sind die Italienerin Federica Brignone und die Slowakin Petra Vlhova.

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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