Weltcup Herren

Dominik Paris schafft in Bormio das Double

BORMIO, ITALY - DECEMBER 29: Dominik Paris of Italy competes during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Super G on December 29, 2018 in Bormio Italy. (Photo by Francis Bompard/Agence Zoom)

Der Südtiroler Dominik Paris hat am Samstag den Super-G von Bormio gewonnen. Er schaffte damit nach seinem gestrigen Abfahrtssieg auf der Stelvio in eindrucksvoller Manier das Double. Paris siegte mit dem denkbar knappen Vorsprung von 0,01 Sekunden auf Matthias Mayer. Dieser schaffte damit die erste Podiumsplatzierung dieser Saison.  Super-G-Dritter wurde der Norweger Aleksander Aamodt Kilde (+0,46 Sek.). „Eine Hunderstel Vorsprung ist schon eine Frechheit“, meinte der grinsende Sieger im Ziel.

Die Österreicher konnten nach der etwas verpatzten gestrigen Abfahrt im Super-G deutlich besser abschneiden. Neben Matthias Mayer gilt dies vor allem für Vincent Kriechmayr als Viertem und Max Franz als Fünftem. Dahinter klaffte im ÖSV-Lager allerdings eine große Lücke. Routinier Hannes Reichelt blieb wie in der Abfahrt hinter seinen Erwartungen und kam nicht unter die ersten 15. Ein Schicksal, das er sich mit dem in der Super-G-Wertung voran liegenden Norweger Aksel Lund Svindal teilte. Dessen Landsmann Kjetil Jansrud schied aus.

Auf der berüchtigten Stelvio war zuletzt vor zehn Jahren ein Super-G ausgetragen worden. Die Piste präsentierte sich laut Mayer wie befürchtet „hart, knackig, eisig“. Der Kärntner ging mit der Startnummer sieben ins Rennen und war nach dem Abschwingen über seine Fahrt nicht wirklich glücklich. Es sei schwierig gewesen, die Linie zu halten, bekräftigte Mayer. Nach 15 Läufern sah es noch nach einem Dreifachsieg der Österreicher aus – ehe Paris und Kilde in die Spitzenplätze fuhren.

Paris hatte bei der letzten Zwischenzeit noch 33 Hundertstelsekunden Rückstand auf Mayer. Der 29-Jährige fuhr den Minimalvorsprung dank eines bestehenden Finishs ein. „Ich habe unten probiert, das Letzte herauszuholen. Oben war ich nicht so zufrieden“, meinte er im Siegerinterview Für den Mann aus dem Ultental war es der insgesamt vierte Sieg in Bormio. Er überholte damit Hermann Maier und Michael Walchhofer (je 3).

Mayer nahm den knappsten aller Rückstände auch mit Humor. „Das Hundertsel darf er haben, weil wir in Italien sind. In Österreich bekommt er das zurück“, scherzte der am Freitag in der Abfahrt noch siebentplatzierte 28-Jährige. Sein Sieg in Kitzbühel im Jänner 2017 bleibt sein jüngster im Super-G.

Beat Feuz gelang eine Fahrt ohne offensichtliche Fehler. Zu Beginn seiner Fahrt war ihm die Entschlossenheit förmlich anzumerken. Trotzdem verlor im weiteren Verlauf kontinuierlich immer mehr Zeit auf den Sieger Dominik Paris. Am Ende bedeuteten 0,86 Sekunden Rückstand den sechsten Rang. „Im Super-G passt es derzeit nicht so gut wie in der Abfahrt“, resümierte Feuz seine Fahrt. Voll und ganz zufrieden konnte jedoch der junge Marco Odermatt mit seiner Leistung sein. Mit Nummer 34 gestartet, gelang ihm eine hervorragende Fahrt, die am Ende den achten Platz einbrachte. Damit wurde der Juniorenweltmeister zweitbester Schweizer. Bei der ersten Zwischenzeit war er noch ganze drei Zehntel vor dem Führenden Paris gelegen. Auch im Super-G wird mit Odermatt zukünftig stark zu rechnen sein.

Nicht ganz zufrieden mit seiner Fahrt zeigte sich der drittbeste Schweizer, Mauro Caviezel, mit seinem zehnten Rang. „Es wäre schon mehr drinnen gewesen“, meinte der Bündner im Interview mit dem Schweizer Fernsehen selbstkritisch. Nach einem dynamischen Start hatte er vor allem bis zur zweiten Zwischenzeit relativ viel Zeit verloren. Gilles Roulin, dem jüngsten Läufer mit einer Startnummer unter 30, gelang eine ansprechende Leistung, eine der besten in der bisherigen Saison. Im dritten Abschnitt unterbot er sogar die Zeit des Siegers Paris. Am Ende bedeutete dies den ansprechenden 15. Rang.

Mit Nummer 25 startete der junge Norweger Stian Saugestad, der gestern grippegeschwächt die Abfahrt ausgelassen hatte. Während seiner Fahrt verlor er die Kontrolle und stürzte schwer in die Fangnetze. Erste Entwarnung konnte gegeben werden, als der Läufer nach einer längeren Pause selber aufstehen und einige Schritte gehen konnte.

Quelle: APA

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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