Weltcup Herren

Dominik Paris sieg in der Abfahrt von Garmisch

GARMISCH PARTENKIRCHEN, GERMANY - FEBRUARY 5: Dominik Paris of Italy in action during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Downhill on February 5, 2021 in Garmisch Partenkirchen, Germany. (Photo by Christophe Pallot/Agence Zoom)

Es scheint, als ob Dominik Paris genau zum Start der Heim-Weltmeisterschaft in Cortina d´Ampezzo seine Topform in der Abfahrt erreicht hat. Nach der Verletzung, die er sich im vergangenen Winter beim Training für die Abfahrt in Kitzbühel zugezogen hatte, war er bei seinem Comeback in Val d´Isère im vergangenen Dezember als 19. in die laufende Saison gestartet. Nun gelang ihm heute im letzten Rennen vor der WM in dieser Disziplin der erste Saisonsieg. Paris setzte sich auf der Kandahar-Strecke mit 0,37 Sekunden Vorsprung auf den Schweizer Beat Feuz relativ deutlich durch. Als bester Österreicher landete Matthias Mayer auf dem dritten Rang. Ihm fehlten 0,40 Sekunden auf die Bestzeit des Italieners.

„Ich glaube, es war schon ziemlich am Limit“, kommentierte Paris seine Fahrt und bemerkte, dass die Tendenz in letzter Zeit eine positive gewesen sei. Im Gegensatz zum Training habe er vor allem im oberen Teil eine noch bessere Linie gefunden. „Die Lockerheit und das Selbstvertrauen haben zugenommen, es passt gut“, zeigte sich der Südtiroler im Hinblick auf die WM-Rennen optimistisch. Sein Teamkollege Christof Innerhofer stellte mit dem fünften Platz ebenfalls seine aktuelle Form unter Beweis. Auf der neu angelegten WM-Abfahrt wird mit den beiden Routiniers jedenfalls zu rechnen sein.

Zwei Kärntner sorgten für die besten Leistungen aus österreichischer Sicht. Neben seinem Landsmann Matthias Mayer vermochte auch Max Franz zu überzeugen. Der Trainingsschnellste erwischte trotz nachlassender Piste (was bereits bei seiner Startnummer 10 bemerkbar war) eine sehr gute Linie. Er landete auf dem vierten Platz, wobei er das Podest nur um 0,02 Sekunden verpasste. Damit dürfte er sich auch für einen WM-Startplatz in eine gute Ausgangsposition gebracht haben. Ähnliches gilt für Daniel Hemetsberger, der heute Neunter wurde. Otmar Striedinger beendete das Rennen als 16., Daniel Danklmaier wurde 25.

Mannschaftlich stark präsentierten sich auch die Schweizer Herren mit drei Top 10 Resultaten. Mit Platz sechs zeigte Carlo Janka einmal mehr eine sehr gute Leistung in der Abfahrt. Auch Marco Odermatt vermochte als Achter zu überzeugen, vor allem mit seiner mutigen und spektakulären Linie im letzten Streckenabschnitt. Niels Hintermann beendete das Rennen als 15. Die anderen Schweizer schafften den Sprung in die Top 30 nicht.

Eine längere Unterbrechung hatte es nach einem Sturz des Deutschen Josef Ferst gegeben. Nach einem Sprung stürzte er frontal in die Fangnetze und durchschlug dieselben. Gröbere Verletzungen blieben dank des Airbags offenbar aus. Ferstl konnte selbst ins Ziel fahren und dort Interviews geben. Er berichtete über Schmerzen im Nacken und der Hüfte und wollte sich zu Untersuchungen ins Spital gegeben.

Morgen steht mit dem Super-G in Garmisch das letzte Rennen im Weltcup an, vor am Montag der offizielle Start der Weltmeisterschaft erfolgt.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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