Weltcup_Damen

Emotionaler Riesenslalom-Sieg für Mikaela Shiffrin

COURCHEVEL, FRANCE - DECEMBER 14: Federica Brignone of Italy takes 2nd place, Mikaela Shiffrin of USA takes 1st place, Tessa Worley of France takes 3rd place during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Women's Giant Slalom on December 14, 2020 in Courchevel, France. (Photo by Michel Cottin/Agence Zoom)

Mit einem emotionalen Sieg für die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin hat der heutige zweite Riesenslalom der Damen in Courchevel geendet. Erstmals seit fast elf Monaten – ihr letzter Sieg war im Super-G von Bansko am 26. Jänner des Jahres – stand die dominierende Athletin der letzten Jahren wieder ganz oben auf der Siegertreppe bei einem Weltcuprennen. Dazwischen hatte sie aufwühlende Zeiten nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters durchleben müssen. Dementsprechend wurde sie im Ziel auch von ihren Gefühlen überwältigt, nachdem sie als Siegerin des Rennens feststand.

Ursprünglich war das Rennen für Sonntag angesetzt gewesen, hatte allerdings wegen der schlechten Pistenbedingungen auf Grund der starken Schneefälle verschoben werden müssen. Shiffrin, die bereits nach dem ersten Durchgang in Führung gelegen war, siegte mit großen Abstand vor der Italienerin Federica Brignone (+0,82). Zuvor war allerdings Marta Bassino nach einer überlegenen Zwischenbestzeit gestürzt, möglicherweise auf dem Weg zu ihrem dritten Riesenslalomsieg in Folge. An der dritten Stelle landete damit die Französin Tessa Worley, was für sie den ersten Podestplatz in dieser Saison bedeutete.

Beim Siegerinterview mit dem ORF war Mikaela Shiffrin immer noch von ihren Emotionen gezeichnet. „Es ist unglaublich für mich, aber ich bin gleichzeitig auch sehr traurig“, meinte sie. Dass sie heute ihren 67. Weltcupsieg feiern könne, verdanke sie ihrem Team und dabei vor allem ihrer Mutter. Der Sieg fühle sich wie ihr erster Weltcuperfolg an, erklärte Shiffrin, die sich nicht sicher gewesen sei, ob sie auf ihr früheres Niveau zurückkehren könne.

Die erfreuliche Nachricht aus österreichischer Sicht war vor allem die Laufbestzeit von Katharina Liensberger im zweiten Durchgang, die sich mit dieser Leistung am Ende über Platz fünf freuen konnte. Stephanie Brunner fiel im Finale um zwei Ränge zurück und wurde Sechste. Auch Ricarda Haaser konnte sich dank einer starken zweiten Fahrt über einen Top 10 Platz freuen, sie wurde Achte. Eine sehr gute Teamleistung für den ÖSV komplettierten Katharina Truppe (12.), Ramona Siebenhofer (13.), Franziska Gritsch (18.), Elisa Mörzinger (24.) und Eva-Maria Brem (28.).

Auch für die Schweizer Athletinnen lief es in Courchevel gut, vor allem für Michelle Gisin, die mit Rang vier ihre derzeitige Form eindrucksvoll unter Beweis stellte. Lara Gut-Behrami war mit Rang sieben ebenfalls durchaus zufrieden. Wendy Holdeners Fahrt im Finale war mit zahlreichen Fehlern durchsetzt, weshalb sie über Platz 21 nicht hinauskam. Vor ihr war noch Speespezialistin Corinne Suter als 20. klassiert. Auch Melanie Meillard schaffte als 25. den Sprung in die Weltcuppunkteränge.

Am kommenden Wochenende sollten die Speedfahrerinnen endlich zu ihren ersten Einsätzen in dieser Weltcupsaison kommen. In Val d´Isere stehen zwei Abfahren und ein Super-G am Programm.

 

Foto: Agence Zoom

 

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Redaktion skionline

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