Weltcup Herren

Beat Feuz gewinnt die erste Abfahrt in Kitzbühel

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Beat Feuz gewinnt der ersten von zwei Hahnenkamm-Abfahrten in Kitzbühel. Feuz gelang auf der Streif, auf der ihm in seiner erfolgreichen Karriere noch nie ein Sieg gelungen war, ein Traumlauf. Vom oberen Abschnitt an konnte er seinen Vorsprung sukzessive ausbauen. Den zweiten Platz erreichte Matthias Mayer, mit nur 0,16 Sekunden Rückstand. An der dritten Stelle landete der Italiener Dominik Paris. Das Rennen wurde mehrmals unterbrochen, aufgrund schwerer Stürze und aufgrund des Windes im oberen Abschnitt. Schließlich wurde es um 14:45 Uhr wegen starken Windes abgebrochen. Allerdings war es der Jury gelungen, die für eine Wertung notwendigen 30 Läufer starten zu lassen.

Für Sieger Feuz war sein erster Gewinn am Hahnenkamm damit eine Geduldsprobe. Darüber hinaus musste er von der Leaderposition im Ziel aus bange Momente bei den schweren Stürzen miterleben. Nur Matthias Mayer, dem das Gefühl als Hahnenkammsieger vertraut ist, konnte mit der Farht des Schweizers mithalten. Er zeigte mit seiner Leistung im Interview mit dem ORF ausgesprochen zufrieden. Dominik Paris, auch ein Hahnenkamm-Sieger der Vergangenheit, lag bereits mehr als eine halbe Sekunde zurück.

Schrecksekunden gab es bei schweren Stürzen von Ryan Cochran-Siegle und Urs Kryenbühl. Der US-Amerikaner war mit großen Erwartungen ins Rennen gegangen, hatte er doch im ersten Training eine Bestzeit hingelegt. Seine gute Form konnte er vor allem im oberen Streckenabschnitt mit Topzeiten unter Beweis stellen. Nach der Hausbergkante kam er jedoch in der Traverse zu Sturz. Nach einem Fahrfehler krachte er frontal in das Sicherheitsnetz, das durch die Stahlkanten seiner Skier durchtrennt wurde. Der schrecklich anzusehende Sturz ging glücklicherweise relativ glimpflich aus. Cochran-Siegle erlitt nach seinem heutigen Sturz eine leichte Halswirbelfraktur. Er wurde bereits aus dem Krankenhaus entlassen, wird aber für einige Zeit bei Rennen nicht am Startr sein.

Urs Kryenbühl verlor bei einem Tempo von mehr als 140 Stundenkilometern beim Zielsprung die Balance und kam unmittelbar bei der Landung zu Sturz. Er stürzte in den Zielraum, war jedoch bei der Versorgung nach ersten Informationen ansprechbar. Der Schweizer wurde vom Zielraum mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus transportiert. Sein Sturz löste einmal mehr Diskussionen über den Zielsprung aus. „Schon in den vergangenen Tagen war das immer ein Thema. Der Sprung geht einfach zu weit. Ich selbst bin 60, wenn nicht 70 Meter gesprungen. Ich hoffe, Urs wird bald wieder da sein“, meinte Feuz, der vom Sturz seines Teamkollegen sichtlich gezeichnet war.

Angesichts dieser brutalen Unfälle war das Ergebnis für viele Läufer eher zweitrangig, insbesondere jene, die nach den Gestürzten am Start standen. Zweitbester Österreicher wurde Vincent Kriechmayr als Neunter. Er hat sich für die weiteren Rennen in Kitzbühel viel vorgenommen. Innerhalb der ersten 30 gestartet waren auch Otmar Striedinger (13.), Hannes Reichelt (16.) und Daniel Danklmaier (17.). Max Franz konnte das Rennen nicht beenden, kam dabei aber nicht zu Sturz. Aus Schweizer Sicht ist neben Feuz vor allem die Leistung Carlo Jankas erwähnenwerts, er wurde Sechster. Ralph Weber beendete das Rennen auf dem 28. Platz.

Morgen steht in Kitzbühel eine weitere Abfahrt auf dem Programm. Gestartet wird um 11.30 Uhr.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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