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Französischer Doppelsieg beim Individualrennen in WC Valtellina Orobie

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Nach ihrem Erfolg auf den Schweizer Pisten in Morgins (SUI) verdoppeln die beiden französischen Athleten ihren Sieg und gewinnen die Goldmedaille auch im Individualrennen in Valtellina, Italien. Wie schon in WC-Andorra überquerte der Italiener Matteo Eydallin als erster die Ziellinie in Senioren, wurde dann aber aufgrund einer Strafe während des Rennens auf den zweiten Platz verwiesen.

Dieses Jahr wurde das historische Rennen von Sondrio auf den Pisten des Skigebiets Palù ausgetragen. Die von Massimo Murada und dem Bergführer Maurizio Folini koordinierten einheimischen Tracer haben für sehr steile und spektakuläre Couloirs gesorgt, darunter auch Abfahrten abseits der Pisten und mehrere Passagen in der Nähe der Cima Motta. Die Senior Herren hatten sieben Aufstiege und einen positiven Höhenunterschied von mehr als 1500 m zu bewältigen, die Senior Frauen und die U20 Männer 1300 m, die U20 Frauen 800 m.

Bei den Individual Rennen der Senior Frauen holte sich Axelle Gachet-Mollaret (FRA) den vierten Sieg von vier Wettbewerben dieser Disziplin in der Saison 2021/22. Die Schwedin Tove Alexandesson wurde Zweite und die Französin Emily Harrop Dritte. Bei den Männern derselben Kategorie lag Michele Boscacci (ITA) im ersten Teil des Rennens in Führung, wurde aber auf den letzten Abschnitten von dem Franzosen Xavier Gachet überholt. Gachet gewann das Rennen vor den Italienern Matteo Eydallin (2. Platz) und Michele Boscacci (3. Platz).

Bei den Männern U23 gewann Paul Verbnjak (AUT), gefolgt von den Italienern Matteo Sostizzo und Giovanni Rossi. Bei den U23-Frauen siegte Lisa Moreschini (ITA), während ihre Landsfrau Katia Mascherona und die Französin Mallaurie Mattana die Plätze zwei und drei belegten. Bei den U20-Frauen erwies sich die Italienerin Manuela Pedrana als die stärkste Athletin vor ihrer Teamkollegin Silvia Berra und der Spanierin Maria Costa Díez. Trym Dalset Lødøen (NOR) war der erste U20-Mann, der die Ziellinie überquerte, aber auch der Spanier Marc Ràdua Ivern und der Italiener Rocco Baldini haben mit ihren Silber- und Bronzemedaillen gute Ergebnisse erzielt.

Sturzpech für Ganahl

Die letzte Weltcupstation vor den Europameisterschaften brachte Licht und Schatten für das ÖSV-Skibergsteigerteam. Bei äußerst warmen Temperaturen ging am Donnerstag das Individualrennen über die Bühne. Während Paul Verbnjak, der vor einer Woche bei einem Sturz glimpflich davongekommen war, den Individual-Sieg in der U23 Kategorie feiern durfte, blieb der Sturz von Daniel Ganahl nicht ohne Folgen. Der Vorarlberger stürzte auf der Abfahrt im freien Gelände, prallte in einen Gegenhang und überschlug sich. Trotz starker Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und einem gebrochenen Skischuh lief der 25-jährige das Rennen noch zu Ende und belegte Platz 25. Als bester Österreicher platzierte sich Jakob Herrmann, der erneut den 11. Rang erreichte. Für ein tolles Ergebnis nach krankheitsbedingter Pause sorgte auch Christian Hoffmann auf 16, vor dem U23-Sieger Verbnjak, der in der Gesamtwertung 18. wurde. Armin Höfl überquerte als 27. die Ziellinie. Armin Höfl litt ebenso wie sein Team-Kollege Andreas Mayr unter den warmen Bedingungen, holte mit Platz 27 aber noch wertvolle Weltcuppunkte. Mayer kam als 36. in der Gesamtwertung (10. in der U23) ins Ziel. In der U20 erkämpfte sich Julian Tritscher den 5. Platz.

Ob der Vorarlberger Ganahl bei den Europameisterschaften in Boi Taull (ESP) an den Start geht, ist noch offen. Bereits am Mittwoch findet mit dem Sprint der Auftakt zur EM statt. Wir wünschen gute Besserung.

Vorschau EM: 9.2. – 13.2.2022 – Boi Taull (Vall de Boi – Alta Ribagorca), Spanien
Mittwoch, 09.2.: Sprint
Donnerstag, 10.2.: Vertical
Samstag, 12.2.: Individual
Sonntag, 13.2.: Staffel

Foto: ISMF/Maurizio Torri

Quelle: ÖSV Medienmitteilung/Weigl, ISMF Medienmitteilung

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Elina Kalela

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