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Harrop und Cardona Coll gewinnen das WC-Sprintrennen in Valtellina

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Beim letzten Sprint-Weltcup vor den Europameisterschaften gewinnt Orion Cardona Coll (ESP) mit einem Vorsprung von fast zwei Sekunden. Das Rennen fand bei fast frühlingshaften Temperaturen von 10 Grad statt. Ein relativ kurzes, aber stellenweise eisiges Sprintrennen erwartete die Läufer. Die Rennstrecke in Valtellina bestand aus den klassischen „Diamanten“, gefolgt von einer sehr steilen, in die gefrorenen Schneerampen gehauenen Treppe. Oben angekommen, rasen die Rennläufer in die Talfahrt, wo mehrere Parabolkurven und einige Bodenwellen die technisch stärksten Athleten zu Höchstleistungen anspornten.

Nach den verschiedenen Qualifikationsphasen haben die besten Teilnehmer des Sprints ihre Energiereserven aufgebraucht, um sich einen Platz in der Endrunde zu sichern. Bei den Senior Frauen gewann Emily Harrop (FRA), gefolgt von Tove Alexandersson aus Schweden und Mara Martini aus Italien. Bei den Senior Herren gewann erwartungsgemäß Oriol Cardona Coll (ESP), der seinen zweiten Sieg in Folge holte. Arno Lietha (SUI) landete auf dem zweiten Platz und Hans-Inge Klette (NOR) holte Bronze. Iwan Arnold (Simplon Dorf VS), amtierender Sprint-Weltmeister, rückte bis in die Viertelfinalrunden vor. Dort erreichte er als Dritter das Ziel und verpasste den Einzug in die Halbfinalrunden um einen Platz.  „Ich bin sehr zufrieden, dass ich nach einem etwas misslungenen Start den Norweger Hans-Inge Klette noch überholen und zum Spanier aufschliessen konnte“ erzählte Arno Lietha in Ziel nach den Rennen.

Bei den U23-Männern siegte der Lokalmatador Giovanni Rossi vor dem Schweizer Duo Patrick Perreten und Matteo Favre. Bei den Frauen holten die Italienerinnen einen Dreifachsieg, angeführt von Lisa Moreschini (1. Platz), Samantha Bertolina (2. Platz) und Katia Mascherona (3. Platz).

In der U20 war es Zeit für einen Doppelsieg der Schweiz: Robin Bussard (SUI) holte Gold mit drei Zehntel Vorsprung auf seinen Bruder Thomas und konnte sich zum Dritten Mal in Folge als Sieger feiern. Dritter wurde der Andorraner Oriol Olm Rouppert. Silvia Berra (ITA), Maria Costa Díez (ESP) und Manuela Pedrana (ITA) belegten die ersten drei Plätze in der Kategorie U20 Frauen.

Spitzenplätze im Sprintrennen für Österreicher außer Reichweite  
Die Sprintrennen erweisen sich für die rot-weiß-roten Skibergsteiger weiterhin als „Lotterie“, wie auch Sprintspezialist Daniel Zugg nach dem heutigen Rennen anmerkte. Der Routinier war nach Platz 10 in der Qualifikation, abermals vom Pech verfolgt. Hatte beim Weltcupauftakt in Adamello noch das Fell für das vorzeitige Aus im Viertelfinale gesorgt, so waren es diesmal die Ski, die sich in der Tragepassage verselbstständigten und zu einer Penalty führten. Der Vorarlberger kam lediglich auf Platz 29 ins Ziel. Paul Verbnjak und Andreas Mayer scheiterten zwar ebenfalls am Einzug ins Halbfinale, konnten sich mit Platz 15 sowie 19 in der Gesamtwertung und damit Platz 5 bzw. 7 in der U23 Wertung, gut behaupten.

Der ISMF-Weltcup macht nun eine Pause, während die Europameisterschaften ab dem 9.2. in Katalonien (ESP) ausgetragen werden. Vier Rennen, Sprint, Vertical, Individual und Staffel, werden in Boí Taüll, in den spanischen Pyrenäen (Vall de Boí – Alta Ribagorça) stattfinden.

Vorschau EM: 9.2. – 13.2.2022 – Boi Taull (Vall de Boi – Alta Ribagorca), Spanien
Mittwoch, 09.2.: Sprint
Donnerstag, 10.2.: Vertical
Samstag, 12.2.: Individual
Sonntag, 13.2.: Staffel

Quelle:  ISMF, ÖSV/Weigl, SAC

Foto: ISMF/ skimo stats

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Elina Kalela

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