Weltcup Herren

Henrik Kristoffersen gewinnt Riesenslalom in Alta Badia

ALTA BADIA, ITALY - DECEMBER 22: @title@ during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Giant Slalom on December 22, 2019 in Alta Badia Italy. (Photo by @photographer@)

Der direkte Nachfolger von Marcel Hirscher als Sieger auf der Gran Risa heißt Henrik Kristoffersen. Der 25-jährige Norweger siegte 0,31 Sekunden vor dem Franzosen Cyprien Sarrazin. Alta Badia erwies sich für diesen einmal mehr als guter Boden. Hier hatte er letztes Jahr schon das Parallel-Rennen gewinnen können. Dritter wurde der Slowene Zan Kranjec (+0,39). Als bester ÖSV-Teilnehmer landete der Kärntner Marco Schwarz (0,88) auf dem sechsten Platz und erreichte damit sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis in dieser Disziplin. Schmerzvoll endete das Rennen für bester Schweizer, Marco Odermatt.

 „Gemeinsam mit Adelboden ist das größte Klassiker im Riesentorlauf und der coolste Riesentorlauf. Daher bin ich superglücklich“, resümierte Kristoffersen nach seinem 20. Weltcup-Erfolg, mit dem er Vincent Kriechmayr auch die Führung im Gesamtweltcup entriss. „Es war hässlich, das ist fix“, übte er allerdings massive Kritik an der Pistenpräparierung. Zur Halbzeit war der 25-Jährige nur auf dem sechsten Platz gelegen.

Der Norweger Leif Kristian Nestvold-Haugen, der nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte, fiel auf den elften Rang zurück. Die Norweger zeigten insgesamt eine sehr starke Mannschaftsleistung mit fünf Fahrern in den Top 11. Der heutige Viertplatzierte Aleksander Aamodt Kilde muss beim morgigen Parallel-Event nur an den Start zu gehen, um sich erneut den Sieg bei der Südtirol Trophy zu sichern. Bis dieser wird der beste Allrounder der Rennen in Gröden und Alta Badia ausgezeichnet.

Der Halbzeit-Zweite Odermatt lag nach dem Rennen, das er schließlich als Fünfter beendete, mit schmerzverzerrtem Gesicht im Zielraum und griff sich ans Knie. Der 22-jährige Schweizer erlitt nach ersten Diagnosen eine Meniskusverletzung. Weitere Untersuchungen in der Schweiz sollen am Montag Klarheit bringen.

Vier Österreicher hatten sich für den zweiten Durchgang qualifizieren können, allerdings hatte nur Marco Schwarz mit der Entscheidung etwas zu tun. Stefan Brennsteiner, 25. nach dem ersten Durchgang, konnte sich immerhin auf den 21. Rang verbessern. Knapp dahinter landete Roland Leitinger auf Platz 23. Dominik Raschner wurde nach einem fehlerhaften Lauf im zweiten Durchgang 26. 

Neben dem norwegischen Team lieferten auch die Schweizer eine starke Mannschaftsleistung; allerdings fiel diese nicht ganz so gut aus, wie man es nach dem ersten Durchgang erwarten hatte können. Alle Schweizer fielen im zweiten Lauf zurück. Besonders bitter war es für Marco Odermatt, der während der Fahrt einen Schlag abbekommen hatte. Er griff sich im Zielraum schwerzverzehrt an sein Knie und verließ anschließend humpelnd das Gelände. 

Loic Meillard (12. Rang), Justin Murisier (15.), Gino Cavieziel (17.) und Cedric Noger (25.) sowie Thomas Tumler (29.) verpassten am Ende die Top 10, sorgten aber immerhin für ein geschlossenes Mannschaftsergebnis mit sechs Schweizern im Finale.

Morgen findet mit dem Parallel-Event in Alta Badia das letzte Rennen vor der kurzen Weihnachtspause statt.

Quelle: APA

Foto: Agence Zoom

Über den Autor

Redaktion skionline

Feedback

Hier klicken und einen Kommentar hinzufügen

2 × vier =