Weltcup Herren

Innerhofer vor Renn-Comeback – „Brutal zufrieden“

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Christof Innerhofer ist am Donnerstag erstmals nach seinem Kreuzbandriss vor neun Monaten wieder in den offiziellen Ergebnislisten aufgetaucht. Im Training für die Weltcup-Abfahrt von Gröden fuhr er mit 3,15 Sekunden Rückstand hinter Kjetil Jansrud auf Platz 48. „Natürlich bin ich glücklich, hier zu sein und den ersten Versuch gemacht zu haben“, sagte der Südtiroler.

Die Rückkehr auf die Saslong sei ziemlich schwierig gewesen. „Viele Sprünge, schneller Schnee und viele Fragezeichen im Kopf“, meinte Innerhofer, der am Dienstag seinen 35. Geburtstag gefeiert hatte. Die schlechte Sicht habe es noch problematischer gemacht. „Bei solchen Verhältnissen ist man logischerweise schon zurückhaltender, weil der Kopf einfach bremst. Deswegen werde ich noch ein wenig brauchen, bis ich im selben Mood (wie davor; Anm.) bin.“

Er sei allerdings „brutal zufrieden, wie es mir geht nach der Zeit“, meinte der Vorjahres-Zweite im Super-G. „Ich meine, es ist mein erstes Training. Ich habe sechs Skitage in den Beinen.“ Ende März hatte Innerhofer sich bei den italienischen Meisterschaften in Cortina d’Ampezzo Kreuzband und Meniskus im linken Knie gerissen. Seitdem schuftet der Nimmermüde für sein Comeback.

„Man darf einfach nicht verwechseln Kreuzbandriss und Kreuzband- und Meniskusriss. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht zwischen den Verletzungen“, erklärte Innerhofer. Vor der Reise nach Nordamerika, wo er kein Rennen und auch kein offizielles Training bestritt, arbeitete er im Rehabilitationszentrum am Schliersee. „Ich war eigentlich jeden Tag dort, von acht in der Früh bis sechs, halb sieben am Abend, fünf Mal die Woche.“

Dann kamen in Copper Mountain erste Schneetage dazu, nun gehe es Schritt für Schritt aufwärts. „Ich brauche sicherlich noch Training. Ich bin mir sicher, dass ich zurückkomme und auch gut zurückkomme“, sagte Innerhofer. „Aber ob ich Wochen brauche oder Monate, kann ich wirklich heute nicht sagen.“

Ob er die Rennen in Gröden bestreitet, wolle er bis Donnerstagabend entscheiden. „Es ist nichts fix“, betonte Innerhofer, der seinem Knie noch nicht zu viel zumuten will. „Ich habe schon seit zwei Wochen an die Kamelbuckel gedacht. Ich habe einfach keine Sprünge gemacht, und da machst du gleich die größten Sprünge im Weltcup.“ Das Wetter sei auch ein wichtiger Faktor: „Wenn ich eine gute Sicht hätte, könnte ich mir vielleicht ein gutes Resultat zutrauen. Aber ich kann genauso 40. werden.“

Quelle: APA
Foto: Agence Zoom

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Elina Kalela

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