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Italien will Ski-WM 2021 um ein Jahr verschieben

Olympia_und_WM_in_einem_Jahr_Cortina_will_Verschiebung_bis_März_2022

Die alpinen FIS Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d‘Ampezzo sind für die Zeit 07. bis 21. Februar 2020 terminiert. Bislang.

Jetzt hat das italienische Olympische Komitee (CONI) eine Verschiebung der kommenden alpinen Ski-WM 2021 auf das Jahr 2022 ins Visier genommen. Eine entsprechende Bitte an den internationalen Skiverband FIS erging erst am letzten Wochenende und wurde bis jetzt von den Verantwortlichen der FIS nicht kommentiert.

Öffentlich wurde das Ersuchen am Sonntagabend (24.05.2020) in einer Fernsehsendung des italienischen Senders RAI 2 in einem Gespräch mit dem CONI-Chef Giovanni Malago.

Gründe für die angestrebte Verschiebung der Weltmeisterschaften in Cortina d‘Ampezzo dürfte die sehr grosse Betroffenheit Italiens durch die Corona-Pandemie sein. Mit derzeit um die 32‘000 Toten gehört Italien mit zu den am stärksten betroffenen Ländern. Jetzt will man mit der möglichen Verschiebung auf das Jahr 2022 einer wahrscheinlichen zweiten Infektionswelle und der damit verbundenen terminlichen Problematiken weitgehend aus dem Wege gehen.

Schwierig ist allerdings diese Logik zu folgen, weil fast gleichzeitig hat der Internationale Skiverband FIS am Mittwoch (20.5) der Termin für die beiden WC-Speedrennen in Nachbartal Gröden bestätigt. Am Freitag, 18. Dezember findet am Fuße des Langkofels der Super-G, am Samstag, 19. Dezember die klassische Abfahrt statt. „Wie bereits in einigen Interviews angedeutet planen wir heuer mit verschiedenen Szenarien. Im Optimalfall können wir die Rennen wie gewohnt durchziehen. Wir werden aber auch vorbereitet sein, sofern die Zuschauerzahlen beschränkt werden, oder  die Rennen vor gar keinem Publikum austragen müssen“, so Rainer Senoner, Präsident des ausrichtenden Saslong Classic Club in einem Pressemitteilung. In Gröden werden bereits schon am Anfang Dezember die Nachwuchsrennläufer im Rahmen der Raiffeisen FIS Challenge am Piz Sella um wichtige FIS-Punkte kämpfen.

Inwieweit die FIS diesen beiden Wünschen entsprechen wird, ist momentan noch offen. Seit der chaotischen Absage des WM-Finale in Cortina im März sind die operative Corona-Herausforderungen auf Weltcup-Niveau noch nicht verschwunden. Wir berichten weiter.

Text: skionline

Quelle: RAI, raceskimagazine.it, Pressemitteilung des OK WC Gröden

Bild: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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