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Johan Eliasch und seine Pläne für die FIS

SOELDEN, AUSTRIA - OCTOBER 23: Stephanie Brunner of Austria competes during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Women's Giant Slalom on October 23, 2021 in Soelden, Austria. (Photo by Michel Cottin/Agence Zoom)

Anlässlich des Auftaktwochenendes in Sölden hatte der im Sommer gewählte neue FIS-Präsident Johan Eliasch seine ersten großen Medienauftritte im alpinen Skizirkus. In zahlreichen Interviews meldete sich der schwedisch-britische Geschäftsmann zu Wort, und ließ dabei mit mancher Aussage aufhorchen. Offiziell trat er am Freitagabend bei der FIS-Konferenz vor die Mikrofone, um dabei seine Pläne für die Zukunft des alpinen Skisports kundzutun. Das tat er auf wenig spektaläre Art und Weise mit einem größtenteils abgelesenen Statement. Einige seiner Ideen könnten jedoch für maßgebliche Veränderungen sorgen, so sie nicht illusorisch sein mögen.

Ein wichtiges Thema, das bei der Pressekonferenz und in anderen offiziellen Interviews immer wieder angesprochen wurde, war der Klimaschutz. Aufhorchen ließ Eliasch etwa mit der Aussage, dass der Internationale Skiverband als erster großer Sportverband klimaneutral agieren wolle. Aus diesem Grund seien klimanschonende Anpassungen im Weltcupkalender geplant. Wie das allerdings mit den fast im selben Atemzug angedachen Indoor-Rennen – etwa in Dubai – in Einklang gebracht werden sollte, darüber herrschte vielerorts Unklarheit.

Auf der Prioritätenliste des neuen FIS-Präsidenten stehen auch die Preisgelder der Athletinnen und Athleten sehr weit oben. Es könne wohl nicht sein, meinte Eliasch in Sölden mehrfach, dass Tennisspieler in einer Woche mehr Geld verdienen würden als alpine Skirennläufer während einer ganzen Saison. Dass es unter seiner Ägide zu Veränderungen kommen wird, steht außer Frage. Beschlüsse innerhalb der FIS weisen darauf hin, dass diese auch die alpinen Disziplinen betreffen werden. So wurde in den letzten Wochen vermehrt eine Abschaffung des Super-G thematisiert. Auch eine Klassifizierung des Felds der Starterinnen und Starter in zwei unterschiedliche Leistungsgruppen – ähnlich wie beim Fußball – könnte schon in absehbarer Zeit eingeführt werden.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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