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Katharina Liensberger ist Doppelweltmeisterin

CORTINA D'AMPEZZO, ITALY - FEBRUARY 20 : Petra Vlhova of Slovakia wins the silver medal, Katharina Liensberger of Austria wins the gold medal, Mikaela Shiffrin of USA wins the bronze medal during the FIS Alpine Ski World Championships Women's Slalom on February 20, 2021 in Cortina d'Ampezzo Italy. (Photo by Francis Bompard/Agence Zoom)

Ihren ersten Sieg in einem Slalomrennen hat sich Katharina Liensberger für einen sehr speziellen Moment aufgehoben. In überlegener Manier siegte die 23jährige Vorarlbergerin im heutigen WM-Slalom mit einem Vorsprung von einer Sekunde auf die Zweitplatzierte Slowakin Petra Vlhova. Mikaela Shiffrin, die zuletzt vier Mal in Folge Weltmeisterin im Slalom geworden war, gewann heute die Bronzemedaille. Sie lag schon 1,98 Sekunden zurück.

Mit zwei Goldmedaillen im Teambewerb sowie im Slalom und einer Bronzemedaille im Riesenslalom ist Katharina Liensberger neben Lara Gut-Behrami der große Superstar dieser Weltmeisterschaft. Mit ihrer Nervenstärke und zwei Laufbestzeiten beeindruckte die junge Österreicherin die gesamte Konkurrenz. „Ich habe so viel getan für dieses Rennen, habe alles probiert und sehr darauf hingearbeitet“, freute sich die frisch gekürte Doppelweltmeisterin. Sie bedankte sich bei allen, die sie auf ihrem Weg dorthin unterstützt haben. Heute habe sie wirklich alles ausgeblendet und den Fokus voll und ganz auf das Rennen gelegt. Sie sei auch „ein bisschen stolz“ auf sich, erklärte die Rennläuferin in aller Bescheidenheit.

Für Petra Vlhova bedeutete der heutige zweite Rang ihre zweite Silbermedaille in Cortina. „Es war gut, aber nicht gut genug, weil Katharina bei dieser WM so gut gefahren ist“, erklärte die Slowakin. Mit ihrer Leistung zeigte sie sich aber zufrieden, nachdem sie den WM-Ort mit zwei Medaillen verlasse.

Mikaela Shiffrin verlässt den italienischen Weltmeisterschaftsort mit vier Medaillen. Zum kompletten Satz, den sie bisher gewonnen hatte, gesellte sich im heutigen Slalom noch eine Bronzemedaille. „Es ist unglaublich. Es hat glaube ich nie eine Zeit gegeben, in der ich gedacht habe, dass ich vier Medaillen bei einer Weltmeisterschaft gewinnen könnte“, erklärte die US-Amerikanerin. Seit dem Tod ihres Vaters vor einem Jahgr habe sie einen ganz neuen Zugang zur Normalität, gab die mittlerweile elffache Medaillengewinnern bei Weltmeisterschaften auch Einblicke in ihre Gefühlswelt.

Den undankbaren vierten Platz belegte die Schweizerin Wendy Holdener. Sie zählt damit zu den großen Pechvögeln der WM, für die es heute eine erneute Niederlage gab. An der fünften Stelle landete, und das ist doch eine große Überraschung, die Slowenin Andreja Slokar, die sich mit einer hervorragenden Leistung im zweiten Lauf noch um zahlreiche Ränge verbessern konnte. Zweitbeste Schweizerin wurde Camille Rast als Achte. Melanie Meillard schied aus, ein Schicksal, das Michelle Gisin schon im ersten Durchgang ereilt hatte.

Eine überzeugende Leistung lieferte auch die zweitbeste Österreicherin Chiara Mair, die das Rennen schließlich als Sechste beendete. Mit ihrer Leistung im ersten Durchgang war sie nicht ganz zufrieden gewesen, im Finale vermochte die Tirolerin aber zu überzeugen. Ihre Landsfrau Franziska Gritsch wurde Elfte, während Katharina Huber schon im ersten Durchgang augeschieden war.

Morgen geht die Weltmeisterschaft mit dem Slalom der Herren zu Ende. Der erste Durchgang wird um 10.00 Uhr gestartet.

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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