Weltcup Herren

Kilde im ersten Kvitfjell-Training klar voran

Kvitfjell_Norwegen

Lokalmatador Aleksander Aamodt Kilde hat am Donnerstag im ersten Training für die Weltcup-Abfahrt in Kvitfjell überlegene Bestzeit erzielt. Der 27-jährige Norweger war in 1:48,87 Minuten 0,87 Sekunden schneller als Cedric Ochsner (SUI), der mit Startnummer 56 noch überraschend auf Platz zwei fuhr. Bester Österreicher war der 28-jährige Kärntner Christian Walder als Neunter.

Carlo Janka  (+1,25 Sek.) und Mauro Caviezel (1,47) landeten beim ersten Abtasten im norwegischen Olympia-Skigebiet auf der nach den Schneefällen in der Nacht teilweise sehr weichen Piste auf den Rängen 5 bzw. 10. Das Training begann deshalb durch die länger dauernden Arbeiten an der Strecke eine halbe Stunde später als geplant, dann aber bei herrlichem Winterwetter mit Sonnenschein, wodurch am Ende die Piste schneller wurde.

Deutschlands Skistar Thomas Dreßen wird beide Rennen (Abfahrt und Super G) bestreiten. Der 26-Jährige hatte zuletzt bei seinem Sturz im Weltcup-Super-G in Hinterstoder eine Subluxation (nicht vollständige Ausrenkung) beider Schultergelenke erlitten. „Ich bin heute bewusst ohne Schmerzmittel gefahren. Ich wollte spüren, wie schlimm es wirklich ist“, sagte der Sieger der Weltcup-Abfahrten von Lake Louise, Garmisch-Partenkirchen und Saalbach-Hinterglemm in diesem Winter.

In den Flachpassagen, die in tiefer Hocke gefahren werden müssen, seien die Schmerzen am größten gewesen. „Deswegen habe ich unten dann aufgemacht. Das war eine schöne Besichtigungsfahrt“, meinte Dreßen, warum er mit 3,71 Sekunden Rückstand auf Kilde nur an der 55. Stelle gelandet war. „Am Samstag werde ich aber sicher nicht ohne Schmerzmittel fahren, deswegen bin ich guter Dinge.“

Rechnerisch hat der Bayer sogar noch eine Chance auf die kleine Kristallkugel, sofern noch zwei Abfahrten stattfinden sollten. Der Internationale Skiverband wird am Freitagnachmittag eine Entscheidung fällen, ob das Weltcup-Finale vom 18. bis 22. März in Cortina d’Ampezzo gefahren werden kann. Italien ist ja bekanntlich das vom Coronavirus am schlimmsten betroffene Land in Europa.

Doch für Dreßen steht jetzt schon fest, dass der Schweizer Beat Feuz (Heute Platz 17, +1,81) zum dritten Mal in Folge Abfahrts-Weltcup-Sieger wird. „Wir können  dem Beat schon gratulieren“, meinte der Deutsche mit Wohnsitz in Oberösterreich (Scharnstein). Feuz, dem bereits ein 24. Platz am Samstag zum Hattrick reicht, wollte davon aber nichts wissen. „Die Kugel ist noch nicht unter Dach und Fach“, betonte der 33-Jährige.

Gleichwohl merkte Feuz an: „Kvitfjell wäre ein schöner Ort für mich, die dritte Kugel zu holen.“ Ihm wäre am liebsten, würden beide noch ausständige Abfahrten stattfinden. „Als Rennfahrer hoffe ich, dass wir noch ein Rennen in Cortina fahren. Aber man muss dann auch nichts riskieren“, meinte der Emmentaler hinsichtlich der Coronavirus-Thematik. „Wenn es keinen Sinn macht, macht es keinen Sinn.“

Für ihn hat sich durch den Erreger Sars-CoV-2 „eigentlich nicht allzu viel verändert. Die Hände noch ein-, zweimal öfters waschen, desinfizieren und weniger Hände schütteln. Man muss sicher achtgeben, sollte es aber nicht übertreiben“, meinte Feuz, der als 17. des Donnerstagstrainings 1,81 Sekunden hinter der Bestzeit lag.

Quelle: APA
Foto: Agence Zoom

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Elina Kalela

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