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Kritik laut Skaardal einfach, „wenn man nicht dabei ist“

Weltcup Garmisch Partenkirchen Januar 2018

APA,  EK  – Atle Skaardal, FIS-Renndirektor im Damen-Weltcup, hat sich am Freitag in Garmisch-Partenkirchen gegen die Kritik einiger Ski-Rennläuferinnen gewehrt. „Es ist natürlich sehr einfach zu kritisieren, wenn man nicht dabei ist und genau weiß, was passiert ist“, sagte der Norweger. Am Vormittag war nicht zum ersten Mal unter seiner Regie ein Abfahrtstraining wegen einer schlechten Piste abgesagt worden.

Österreichische Fahrerinnen hatten am Vormittag gemeint, dass die FIS-Rennleitung durch den Einsatz von Pistengeräten schon zum dritten Mal in dieser Saison ein Training praktisch unmöglich gemacht hätte. Zuvor war es in Lake Louise und Bad Kleinkirchheim zu Absagen und Verschiebungen gekommen. „Die Ergebnisse sind vielleicht für die Läuferinnen das Gleiche, aber es waren komplett unterschiedliche Situationen, komplett unterschiedliche Probleme. Deswegen hat das eine nichts mit dem anderen zu tun“, verteidigte sich Skaardal.

Die Rennleitung habe in Abstimmung mit den Organisatoren „im besten Sinn und mit bestem Willen einen Plan ausgearbeitet, das ist nicht gelungen. Die Piste hat nachgelassen gestern dann, deshalb haben wir jetzt eine Alternative ausgedacht.“ Was genau schiefgelaufen ist, konnte Skaardal nicht erklären. „Wir haben eigentlich optimale Verhältnisse gehabt für Maschinenarbeit am Donnerstag, weil die Piste sehr nass war und auch sehr weich, durch diesen nassen Schneeregen. Deswegen haben wir gemeint, dass das sehr gut kommen wird, wenn wir die Piste sauber und schön präparieren mit den Maschinen“, erklärte der 51-Jährige.

Danach sei die Piste allerdings ausgetrocknet, „und ist teilweise in gewissen Passagen gebrochen. Dann haben wir versucht, die Piste wieder herzustellen, den Start verlegt, aber es war nie eine richtig gute Situation auf der Piste. Schlussendlich haben wir dann beschlossen, dass wir absagen.“

Die Entscheidung für eine verkürzte Abfahrt am Samstag sei vor allem aus dem Grund getroffen worden, „um die totale Belastung für die Läuferinnen in einem akzeptablen Rahmen zu halten“, betonte Skaardal. „Ich denke, zweimal von ganz oben zu fahren innerhalb von zwei oder zweieinhalb Stunden, das ist eine sehr große Belastung und hat auch ein gewisses Risiko. Das wollen wir jetzt nicht eingehen so kurz vor Korea.“

Statt einer Sprintabfahrt mit zwei Durchgängen fahren die Ski-Damen am Samstag ab 12.30 Uhr eine verkürzte Abfahrt vom Super-G-Start auf der Kandahar-Weltcupstrecke, der ohnehin für die zwei Sprint-Durchgänge vorgesehen gewesen wäre. Davor soll ab 10.00 Uhr ein Training über die komplette Strecke stattfinden.

Startliste Live Timing

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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