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Lara Gut-Behrami ist die erste Weltmeisterin von Cortina

CORTINA D'AMPEZZO, ITALY - FEBRUARY 11 : Lara Gut-behrami of Switzerland in action during the FIS Alpine Ski World Championships Women's Super Giant Slalom on February 11, 2021 in Cortina d'Ampezzo Italy. (Photo by Francis Bompard/Agence Zoom)

Mit drei Tagen Verspätung konnte heute bei strahlendem Wetter mit dem Super-G der Damen das erste Rennen der alpinen Skiweltmeisterschaft von Cortina d´Ampezzo gestartet werden. Es wurde zu einem Triumph der Schweizer Damenmannschaft, die gleich zum WM-Auftakt Gold und Silber holte. Die große Favoritin Lara Gut-Behrami, Seriensiegerin in dieser Disziplin in der aktuellen Saison, siegte 0,34 Sekunden vor ihrer Teamkollegin Corinne Suter. An der dritten Stelle landete die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin mit 0,47 Sekunden Rückstand.

Den unbedankten vierten Platz erreichte die Tschechin Ester Ledecka, die amtierende Olympiasiegerin im Super-G. Einige kleine Fehler verhinderten eine Medaille, wobei in der Abfahrt mit ihr sicherlich zu rechnen sein wird. An der fünften Stelle landete die junge Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie, gefolgt von der Kanadierin Marie Michelle Gagnon.

Die erste Siegerin von Cortina, Lara Gut-Behrami, ist zweifellos eine würdige Weltmeisterin. Schon als Teenagerin fuhr sie vor mehr als zehn Jahren in der Weltspitze des alpinen Skiweltcups mit. Als 17jährige gewann sie bei den Skiweltmeisterschaften in Val d´Isere 2009 zwei Silbermedaillen. Ein Titelgewinn bei einem Großereignis war ihr bis jetzt allerdings verwehrt geblieben. „Natürlich wollte ich so fahren, wie ich es kann“, meinte die Siegerin. Die vielen Geschichten, die über sie geschrieben worden waren, sind natürlich nicht spurlos an ihr vorbeigegangen. Einmal mehr betonte sie die Ausgeglichenheit, die sie gefunden habe: „Ich habe so viel in meinem Leben, auch neben dem Sport.“ Zweifellos sind das bemerkenswerte Worte einer frisch gekürten Weltmeisterin.

„Ich glaube, ich habe heute wirklich meine Stärken voll und ganz ausgenützt. Bei der Besichtigung habe ich gesehen, dass man vom Steilen ins Falche den Speed gut mitnehmen muss. Das ist mir gut gelungen“, analysierte die Zweitplatzierte Corinne Suter ihre Leistung. Die dominierende Speedläuferin der vergangenen Saison konnte nach zwei Medaillein, die sie 2019 in Aare gewonnen hatte, ihre diesbezügliche Sammlung weiter anreichern. Sie zählt nunmehr natürlich auch in den Abfahrt zu den absoluten Topfavoritinnen.

„Ich glaube, niemand hat angezweifelt, dass Lara heute gewinnen sollte“, zollte die Drittplatzierte Mikaela Shiffrin der Siegerin Respekt. Sie selbst war bis zur letzten Zwischenzeit klar auf Kurs Richtung Gold gelegen. Nach einem schweren Fehler verlor sie bis ins Ziel allerdings acht Zehntelsekunden. Darüber war sie natürlich enttäuscht, freute sich aber dennoch, dass es doch zu ihrer achten Medaille bei Weltmeisterschaften gereicht hatte. Immerhin war sie ein ganzes Jahr lang bei keinem Super-G am Start gestanden.

Die österreichischen Damen kamen mit den anspruchsvollen Pistenverhältnissen angesichts des vielen Neuschnees der vergangenen Tage nicht gut zurecht. Einer Medaille am nächsten kam Tamara Tippler als Siebte mit 0,87 Sekunden Rückstand. Ariane Rädler (16.), Christine Scheyer (17.) und Stephanie Venier (20.) blieben hinter ihren Erwartungen zurück. Aus Schweizer Sicht komplettierten Michelle Gisin als Achte und Priska Nufer als 13. das Ergebnis.

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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