Weltcup Herren

Linus Straßer siegt im Nightrace

SCHLADMING, AUSTRIA - JANUARY 25 : Atle Lie Mcgrath of Team Norway takes 2nd place, Linus Strasser of Team Germany takes 1st place, Manuel Feller of team Austria takes 3rd place during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Slalom on January 25, 2022 in Schladming Austria. (Photo by Christophe Pallot/Agence Zoom)

Eine ungewöhnliche und ausgesprochen spannende Slalomsaison erlebte beim heutigen 25. Nightrace in Schladming ihre Fortsetzung. Das sechste Rennen in dieser Disziplin brachte den sechsten Sieger hervor. Gleichzeitig schaffte Linus Straßer als erster Deutscher einen Sieg bei diesem Klassiker, nachdem dieses Kunststück seinem Landsmann Felix Neureuther nie gelungen war. Das Ergebnis des ersten Laufs war im Finale ordentlich auf den Kopf gestellt worden. Straßer siegte mit dem knappen Vorsprung von 0,03 Sekunden Vorsprung auf den Norweger Atle Lie McGrath. Dritter wurde sensationell der Österreicher Manuel Feller, der sich im zweiten Lauf von Nummer 28 um ganze 25 Platzierungen verbessert hatte.

„Wenn du nach fünf Rennen mit einem Podestplatz und sonst nichts dastehst, kommst du ins Nachdenken. Deshalb ist dieser Sieg für mich ganz wichtig“, meinte Linus Straßer zu seinem dritten Weltcupsieg. „Diese drei Hundertstel, das geht natürlich nicht“, scherzte der Zweitplatzierte Lie McGrath in seine Richtung. Angesichts seiner ersten Podestplatzierung bei einem Weltcuprennen war der junge Norweger zu Tränen gerührt, nicht zuletzt, weil er sich zu Silvester noch am Daumen verletzt hatte. Auch Manuel Feller konnte seinen Erfolg kaum glauben, nachdem er erst vor kurzem die Corona-bedingte Quarantäne beenden hatte können.

Aus mannschaftlicher Sicht durften sich vor allem die Norweger über ihr Ergebnis freuen, denn neben Lie McGrath schafften auch Henrik Kristoffersen (4.) und Sebastian Foss-Solevaag (6.) Spitzenplätze. Als Fünfter schaffte auch Alex Vinatzer eine gutes Ergebnis. Sein Landsmann Giuliano Razzoli hatte als Drittplatzierter im Finale ebenso eingefädelt wie der Schwede Kristoffer Jakobsen, der überlegen in Führung gelegen war. Nachdem die österreichischen Herren im ersten Durchgang die Ausfälle von Johannes Strolz und Fabio Gstrien hinnehmen hatten müssen, schaffte es neben Feller nur Marco Schwarz in die Ergebnisliste.

Die Schweizer Herren waren zwar mit den meisten Läufern in der Ergebnisliste vertreten, allerdings fehlte ein Spitzenplatz. Tanguy Nef schaffte als Zehnter die beste Leistung seines Teams. Luca Aerni (13.), Daniel Yule (15.), Loic Meillard (16.) und Ramon Zenhäusern (18.) landeten im Mittelfeld. Weltcuppunkte gab es auch für Sandro Simonet (21.) und Marc Rochat (25.). Das letzte Weltcuprennen vor den Olympischen Winterspielen ist damit Geschichte.

 

Foto: Agence Zoom

Über den Autor

Redaktion skionline

Feedback

Hier klicken und einen Kommentar hinzufügen

5 × fünf =