Weltcup Herren

Manuel Feller führt im Slalom von Schladming

SCHLADMING, AUSTRIA - JANUARY 26 : Manuel Feller of Austria during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Slalom on January 26, 2021 in Schladming Austria. (Photo by Christophe Pallot/Agence Zoom)

Im dichten Schneetreiben auf der Planai fand bei Fluchtlicht der erste Durchgang des traditionellen Nachtslaloms von Schladming statt. Die Zuschauerkulisse entsprach natürlich nicht dem üblichen Spektakel, und doch waren es eindrucksvolle Bilder, die über das Fernsehen übertragen wurden. Die österreichischen Herren präsentierten sich dabei in bestechender Form, konnten sich beim Heimrennen doch gleich drei Läufer in den Top sechs klassieren. Am erfolgreichsten absolvierte Manuel Feller den ersten Durchgang. Obwohl er sich nach seiner Fahrt mit Startnummer eins nicht ganz zufrieden gezeigt hatte, konnte seine Zeit von keinem Konkurrenten erreicht werden.

Am nächsten kam Feller der Norweger Sebastian Foss-Solevaag, der mit 0,39 Sekunden Rückstand auf Platz zwei landete. An der dritten Stelle klassierte sich mit Michael Matt ein weiterer Österreicher, er verlor 0,67 Sekunden auf seinen Teamkollegen Feller. Er habe eine größere Umstellung gemacht, diese mache sich nun bezahlt, meinte der Tiroler. Welche Umstellung es genau war, wollte er verständlicherweise nicht näher erläutern. Als bester Schweizer landete Ramon Zenhäusern auf dem vierten Platz, Clement Noel wurde Fünfter.

„Mit Startnummer eins ist das immer etwas schwer einzuschätzen“, meinte Feller nach seiner Fahrt. Diese sei aber scheinbar nicht so schlecht gewesen. Vor allem konnte er auf der eisigen Piste der Planai mit seiner stabilen Fahrweise überzeugen. Sein Teamkollege Marco Schwarz, der mit dem roten Trikot des Führenden im Disziplinenweltcup fährt, kam nicht ganz auf Touren, er liegt an der sechsten Stelle. Adrian Pertl zeigte einmal mehr eine starke Leistung mit Platz zwölf. Auch Johannes Strolz konnte sich mit Startnummer 43 als 24. souverän für den zweiten Durchang qualifizieren. Fabio Gstrein schaffte dies nach einem schweren Fehler und fast fünf Sekunden Rückstand nicht. Marc Digruber und Christian Hirschbühl schieden aus.

Als zweitbester Schweizer klassierte sich Marc Rochat auf Platz 13, und das mit der hohen Startnummer 39. Mit Loic Meillard (15.) und Tanguy (19.) schafften zwei seiner Teamkollegen ebenfalls die Qualifikation. Luc Aerni kam nach einem schweren Fehler über Rang 34 nicht hinaus, Daniel Yule und Sandro Simonet schieden aus.

Ein großer Slalomsportler nahm in Schladming Abschied von der Bühne des alpinen Skiweltcups: Julien Lizeroux verzichtete auf eine Verkleidung oder eine Show; er versuche auch in seinem letzten Weltcuprennen, alles zu geben. Als 35. gelang ihm die Qualifikation jedoch knapp nicht. 21 Jahre nach seinem ersten Weltcuprennen in Kitzbühel verabschiedete sich der Franzose damit von den Fans. Seine Karriere wird morgen in einem eigenen Beitrag gewürdigt.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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