Weltcup Herren

Marco Odermatt startet mit Nummer 15 in WC Sölden – ein Interview

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Nur wenige Stunden vor dem Saisonauftakt 2020/2021 in Sölden hat sich Marco Odermatt im persönlichen Interview beim Medientreffen mit Swiss Ski zu seinen Aussichten, Zielen und Herausforderungen geäussert.

Nach einer super Trainingsperiode fühlt sich Marco Odermatt perfekt vorbereitet auf die anstehende Saison. Gerade in den letzten Trainings konnte er sich den letzten Schliff geben und ist bereit für das erste Rennen. Die Bedingungen auf der Trainingspiste hat er als recht angenehm empfunden. Zuerst relativ viel Schnee aber dann wurde die Piste auch härter, auch wenn nicht auf komplett vereister Strecke geprobt werden konnte.

Von der derzeitigen Pandemie-Lage lässt sich Marco Odermatt kaum beeinflussen. Zum einen trifft das alle anderen ach und zum anderen fühlt er sich hier dank der gründlichen Vorbereitungen auch auf der sicheren Seite. Dazu tragen auch die fortlaufenden Corona-Tests bei, ohne die praktisch keiner auf die Strecke kommt.

Angesprochen auf seine letzte Verletzung zeigt er sich sehr selbstbewusst, beschreibt diese als ausgeheilt und meint, dass diese wohl keinen Einfluss auf seinen ersten Start haben wird. Gern möchte er weit vorn mitfahren, was auch seiner Zielstellung und seinem Anspruch für die kommende Saison entspricht. Sicherlich hat man sich den Start in die neue Saison anders erhofft, aber auch ohne Zuschauer sind wohl spannende Rennen garantiert. Man ist froh, überhaupt an den Start gehen zu können. Und die Hoffnung auf eine durchgehende Saison trotz Corona fährt immer mit.

Auf seine Kondition hin befragt fühlt sich Marco recht fit und stabil. Das sieht er überhaupt auch als Voraussetzung, wenn man sicher auf dem Ski stehen will und im Schnee beste Ergebnisse vorweisen möchte. Natürlich spielt dabei auch das Material eine wichtige Rolle, das entweder hilft, oder die Sache kompliziert. Aber auch hier fühlt er sich sicher aufgehoben.

Bezogen auf die Renntechnik meint Odermatt, dass es wohl recht schwierig ist, einen Stil von Hirscher zu fahren, auch wenn der von den Trainern angepeilt wird. Hier kann man sich bestenfalls ein wenig annähern aber letzten Endes hat jeder Rennläufer dann doch seine eigene Art und Weise, beispielsweise einen Riesenslalom zu fahren. Es wird wohl nicht funktionieren, einem Rennläufer irgendeinen beliebigen Stil aufzudrücken.

Mit etwas Neid schauen die Österreicher auf das Schweizer Team, in dem Marco Odermatt offensichtlich eine Favoritenrolle einnimmt. Er selbst zeigt sich da eher bescheiden, auch wenn es das grosse Ziel eines jeden Läufers ist, irgendwann einmal in RS ganz oben zu stehen. Momentan sieht sich Marco Odermatt aber noch nicht in dieser Verfassung angekommen. Dazu möchte er sich noch ein wenig stabilisieren und öfter ganz vorn mitfahren.

Wir hoffen auf eine guten Start in die neue Saison und wünschen Marco Odermatt natürlich einen prima Start. Also: Lasst die Spiele beginnen!

Text: skionline

Quelle: Medientag Swiss Ski 16.10.2020, virtuelles Interview

Foto: Archiv, Agence Zoom

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Redaktion skionline

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