Weltcup Herren

Marco Odermatt triumphiert beim Heimrennen in Adelboden

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Ein Skifest wie in Zeiten vor Coroan: Das ist man angesichts der Bilder des heutigen Riesenslaloms in Adelboden geneigt zu sagen. 13.000 Zuschauerinnen und Zuschauer durften sich über den ersten Schweizer Riesenslalomsieg seit 2008 am Chuenisbergli freuen. Marco Odermatt siegt mit einer fulminanten Leistung 0,48 Sekunden vor dem Österreicher Manuel Feller. An der dritten Stelle landete der Franzose Alexis Pinturault mit 0,54 Sekunden Rückstand.

„Es gibt wohl kaum etwas Spezielleres und Schöneres, als vor Heimpublikum zu gewinnen“, meinte der sichtlich erleichterte Sieger im Interview. Er habe versucht, die gefühlt 10.000 „Marco Odermatt-Rufe“ zu ignonieren. „So gut hat es sich gar nicht angefühlt. Aber ich glaube, hier herunter hat sich keiner wirklich gut gefühlt“, meinte der lachende Zweitplatzierte Manuel Feller, der sich mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang sein bestes Saisonergebnis sichern konnte. Eine solche Glocke habe er sich immer gewünscht, verriet der angesichts des Siegerpreises in Adelboden. „Nach den beiden Ergebnissen in Alta Badia bin ich heute sehr zufrieden“ erklärte Alexis Pinturault, der sich im Hinblick auf Olympia einen weiteren Aufwärtstrend erhoffte.

Die vier Österreicher im Klassement durften mit ihren Ergebnissen allesamt zufrieden sein. Marco Schwarz schaffte als Neuntplatzierter sein bestes Saisonergebnis im Riesenslalom. Patrick Feurstein und Dominik Raschner erreichten mit den Rängen 15 und 16 ebenfalls sehr gute Platzierungen.

Nicht nur mit dem großen Sieger Marco Odermatt, sondern auch aus mannschaftlicher Sicht vermochten die Schweizer Herren bei ihrem Heimrennen zu überzeugen. Justin Murisier untermauerte als Vierter seine Position als derzeit zweitbester Schweizer Riesenslalomläufer eindrucksvoll. Loic Meillard und Gino Cavieziel zeigten als Achter und Elfter ebenfalls gute Leistungen. Cedric Noger (22.) und Daniele Sette (27.) rundeten das Ergebnis ab.

Angesichts der Corona-Situation mischten sich allerdings auch einige kritische Zwischentöne in die Jubelstimmung von Adelboden. „Hoffen wir einmal, dass das gutgeht“, meinte etwa Marco Schwarz. Diesem Wunsch schließen wir uns gerne an.

Morgen steht in Adelboden ein Slalom am Programm. Der erste Durchgang beginnt um 10.30 Uhr.

 

Foto: Agence Zoom

 

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Redaktion skionline

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