Weltcup Herren

Mauro Caviezel siegt im Super-G von Val d´Isere

VAL D'ISERE, FRANCE - DECEMBER 12: Adrian Smiseth Sejersted of Norway takes 2nd place, Mauro Caviezel of Switzerland takes 1st place, Christian Walder of Austria takes 3rd place during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Super G on December 12, 2020 in Val d'Isere France. (Photo by Francis Bompard/Agence Zoom)

Mit einem Super G im französischen Val d´Isere begann heute die Speedsaison der Herren im alpinen Skiweltcup. Mauro Caviezel feierte bei diesem Rennen seinen ersten Weltcupsieg, was einer kleinen medizinischen Sensation gleichkommt, wenn man bedenkt, dass Schweizer sich beim Training im Juni einen Riss der Achillessehne zugezogen hatte. Er siegte 0,10 Sekunden vor dem Norweger Adrian Smiseth Sejersted. Drittplatzierter wurde der Österreicher Christian Walder (+0,54). Die beiden standen erstmals am Podest eines Weltcuprennens.

Auch für den 32-jährigen Caviezel war der Sieg in Val d´Isere eine Premiere. Im vergangenen Jahr hatte der Bündner den Sieg in der Gesamtwertung des Super G erreicht, ohne allerdings ein Rennen gewonnen zu haben. Dementsprechend erfreut zeigte er sich über den gelungenen Saisonauftakt und bedankte sich im Interview mit dem ORF bei allen, die ihn beim Training nach seiner Verletzung im Sommer unterstützt hatten. Auch Christian Walder war die Freude über seinen dritten Platz trotz Mund-Nasen-Schutzes deutlich anzusehen.

Bei schwierigen Bedingungen mit dichtem Schneefall gelang auch dem US-Amerikaner Travis Ganong mit Rang vier ein gelungener Saisonauftakt. Fünfter wurde der Österreicher Vincent Kriechmayr. Ein Fehler kostete ihn genauso wie den auf Rang sechs klassierten Norweger Kjetil Jansrud eine bessere Platzierung. Eine starke Leistung zeigte auch der Franzose Alexis Pinturault, der sich mit Rang sieben wieder alleine an die Spitze des Gesamtweltcups stellen konnte.

Neben Walder und Kriechmayr konnten sechs weitere Österreicher in die TOP 30 fahren, was eine beachtliche Leistung darstellt. Matthias Mayer blieb als Elfter noch etwas hinter seinen eigenen Erwartungen zurück, was allerdings auch auf seinen Trainingssturz zurückzuführen sein dürfte.  Max Franz (14.), Hannes Reichelt (24., nach seiner langen Verletzungspause), Christoph Krenn (28.), Raphael Haaser (29.) und Nilas Köck (30.) sammelten jeweils Weltcuppunkte.

Aus Schweizer Sicht gelang dies neben Sieger Caviezel auch Beat Feuz (10.), Marco Odermatt (13.), der mit Nummer eins ins Rennen gegangen war, Urs Kreyenbühl (20.), Stefan Rogentin (23.) und Gino Caviezel (25)., dem Bruder des Siegers. Nach einem schweren Sturz von Alexander Prast hatte das Rennen längere Zeit unterbrochen werden müssen. Der Italiener musste mit dem Akia ins Ziel gebracht und von dort ins Spital transportiert werden.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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