Weltcup_Damen

Mikaela Shiffrin – Alpine Rennläuferin der Superklasse im Exklusiv Interview mit Skionline

Im Exklusiv-Interview mit Skionline spricht Helen Scott-Smith mit der Skilegende Mikaela Shiffrin über die Saison 2018 und die Ziele für 2019.

In ihrer unnachahmlichen Bescheidenheit spricht Mikaela Shiffrin von ihren hart erkämpften Siegen, der Liebe zum Skirennsport und nimmt gern auch den Vergleich mit Roger Federer für sich an. Dabei weiss sie, dass auch das Jahr 2019 voller Herausforderungen ist, auch wenn sich die erst 23jährige Mikaela Shiffrin durchaus mit den grossen Rennlegenden des alpinen Skisports in eine Reihe stellen darf.


Mit nur 23 Jahren hat Mikaela Shiffrin mehr gewonnen als jede andere Skifahrerin in diesem noch jungen Alter. Ein weiteres Stück Geschichte schrieb Shiffrin, nach dem sie mit dem Sieg im Slalom von Courchevel den 35. Weltcupsieg im Slalom erreichte. Shiffrin holte damit die Rekordhalterin Marlies Schild ein, mit einem leichten Unterschied: Letztere gewann das letzte ihrer 35 Slalomrennen im Alter von 32 Jahren, Shiffrin tat dies bereits mit 23.


In der Saison 2017-2018 stieg Shiffrin insgesamt 20 Mal auf das Podium der Weltcup-Rennen, der höchste Wert ihrer Karriere. Aber die aktuelle Saison hat das Potential, die letzte noch weit zu übertreffen. Elf Mal am Start erreichte Mikaela Shiffrin jetzt schon sieben Mal die höchste Stufe des Podiums.

Die Olympischen Spiele 2018 scheinen ein entscheidender Moment für Shiffrin gewesen zu sein. Dem Druck und den hohen Erwartungen begegnete Shiffrin in ihrer besten Disziplin, dem Slalom, mit besten Ergebnissen. So wie es nur wahre Champions können, gelang es Shiffrin, wichtige Erfahrungen zu machen. Jetzt weiss sie noch besser, mit dem Respekt vor der Strecke umzugehen, indem sie akzeptiert, dass es im Skirennsport Dinge gibt, die ausserhalb ihrer Kontrolle liegen.

Nach dem Slalom von Pyeongchang gewann Shiffrin jedes einzelne Slalomrennen der letzten Jahre. Obwohl der Slalom nach wie vor Shiffrins am meisten gewonnene Disziplin ist, sammelte sie Siege in allen vier Disziplinen, gewann ihr erstes Super-G-Rennen in Lake Louise Anfang dieser Saison und gewann dann wieder in St. Moritz.


Shiffrins Fokus liegt nicht darauf, Rekorde zu schlagen oder Geschichte zu schreiben. „Statt Rekorde aufzustellen, werde ich in dieser Saison alles daran setzen, am schnellsten zu fahren“, sagte sie (gegenüber der Gazzetta dello Sport) vor dem Saisonstart. Dennoch hat Shiffrin die Chance, Schilds Rekord in Semmering zu übertreffen, wo sie morgen, am 28. Dezember 2018, sowohl in Giant Slalom als auch am 29. Dezember 2018 im Slalom um Gold kämpfen wird. Am 5. Januar 2019 wird sie dann in Zagreb eine weitere Chance auf den Sieg im Slalom haben.


Im Februar will Shiffrin bei der Ski-WM in Aare den Slalom-Weltmeistertitel verteidigen. Wenn ihr das gelingt, wäre der Aare-Titel der vierte Welttitel in Folge für Shiffrin, die bereits in Schladming (2013), Vail (2015) und Sankt Moritz (2017) Gold gewann.

Das bringen nur echte Rennläuferinnen der Superklasse zustande, für die im übertragenen Sinne die Bretter die Welt bedeuten. Und das trifft auf Mikaela Shiffrin in besonderem Masse zu.

Quellen:

Interview: Helen Scott-Smith

englisch txt von Francesca Curtolo

Video und Foto: Skionline

Über den Autor

Redaktion skionline

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