Weltcup_Damen

Mikaela Shiffrin in Spindleruv Mlyn um erste RS-Kristallkugel

Mikaela_Shiffrin_könnte_Ihre_erste_Riesenslalomkristal_in_Spindleruv_Mlyn_gewinnen

Auf der vorletzten Weltcup-Station der alpinen Ski-Damen vor dem Finale geht es nach Tschechien. In Spindleruv Mlyn stehen am Freitag und Samstag Riesenslalom  und Slalom auf dem Programm. Gesamtsiegerin Mikaela Shiffrin, die zusätzlich die Slalom-Kugel schon vorzeitig sicher hat, kann sich am Schauplatz ihres Weltcup-Debüts mit einem Sieg erstmals auch Riesenslalom-Kristall holen.

Nach acht Jahren Pause kehrt der Damen-Weltcup in dieser Woche ins Riesengebirge an der tschechisch-polnischen Grenze zurück. Am 12. März 2011 fixierte Marlies Schild mit ihrem sechsten Saisonsieg die kleine Slalom-Kristallkugel, Kathrin Zettel kam auf Platz zwei. Als 15-Jährige bestritt Shiffrin damals ihre ersten beiden Weltcup-Bewerbe, verpasste zweimal die Qualifikation für den zweiten Durchgang.

Die Gewinnerin des bisher letzten Riesentorlaufs in Spindleruv Mlyn ist mit Viktoria Rebensburg noch aktiv, die Deutsche zählt noch immer zu den RS-Spezialistinnen. Die theoretische Möglichkeit, die Disziplinwertung zu gewinnen, hat sie aber nicht mehr. Shiffrin führt zwei Rennen vor Saisonende mit 455 Punkten, dahinter lauern Tessa Worley (FRA/374), Weltmeisterin Petra Vlhova (SVK/318), Federica Brignone (ITA/310) und Ragnhild Mowinckel (NOR/259). Gemäß der Punkte-Arithmetik im Weltcup heißt das, mit einem Sieg am Freitag (10.30/13.30 Uhr) hätte die US-Amerikanerin ihre erste RS-Kugel jedenfalls fix in der Tasche. Der Slalom am Samstag hat auf die Weltcup-Entscheidung keinen Einfluss mehr.

„Die nächsten Rennen sind sehr besonders für mich, da hatte ich meine ersten beiden Weltcup-Rennen“, sagte Shiffrin. „Es ist ein spezieller Ort für mich mit guten Erinnerungen. Die tschechischen Fans waren immer wunderbar, und ich kann es nicht erwarten, nach Spindleruv Mlyn zurückzukommen.“ Die 23-Jährige ist nach ihren zwei rennfreien Wochenenden ausgeruht und voller Tatendrang. In einem Facebook-Video versuchte sie sich mit Augenzwinkern an der richtigen Aussprache des Ortsnamens, der auf Deutsch Spindlermühle heißt. „Ich mache mich überhaupt nicht über die tschechische Sprache lustig, nur über alle Anfänger wie mich, die nicht in der Lage sind, das auszusprechen“ erzählte eine gut gelaunte Shiffrin.

Am vergangenen Wochenende hatte sie ohne eigenes Zutun ihren dritten Gesamtweltcup gewonnen. Spätestens mit der Absage von Petra Vlhova für Sotschi stand fest, dass Shiffrin nicht mehr einzuholen ist. Shiffrin hat in diesem Winter der Superlative 14 Weltcup-Einzelsiege in fünf Disziplinen gefeiert: Slalom (6), Super G (3), RS (3), City Event (1) und Parallel-Slalom (1). „Für die Athletin Mikaela Shiffrin nach den vergangenen Jahren noch die richtigen Worte zu finden, ist schwierig: Sie ist die Rennläuferinder Ski-Geschichte“, würdigte Atomic-Rennchef Christian Höflehner die Sportlerin aus Colorado.

In der kommenden Woche kämpft Shiffrin am Donnerstag, einen Tag nach ihrem 24. Geburtstag, auch um ihre erste Super-G-Kristallkugel. Die hätte sie ihrem männlichen Pendant Marcel Hirscher in jedem Fall voraus.

Quelle: APA
Foto: Agence Zoom

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Elina Kalela

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