Weltcup_Damen

Mikaela Shiffrin siegt im Nachtslalom von Flachau

FLACHAU, AUSTRIA - JANUARY 12: Katharina Liensberger of Austria takes 2nd place, Mikaela Shiffrin of USA takes 1st place, Wendy Holdener of Switzerland takes 3rd place during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Women's Slalom on January 12, 2021 in Flachau Austria. (Photo by Christophe Pallot/Agence Zoom)

Nach einer hervorragenden Leistung im zweiten Durchgang hätte die Vorarlbergerin Katharina Liensberger beim Heimrennen in Flachau beinahe die Sensation perfekt gemacht und ihren ersten Weltcupsieg gefeiert. Geschlagen geben musste sie sich am Ende nur einer Konkurrentin – und zwar der herausragenden Ahtletin des alpinen Skiweltcups der vergangenen Jahre. Mikaela Shiffrin setzte sich am Ende 0,19 Sekunden vor Liensberger durch. An der dritten Stelle landete die Schweizerin Wendy Holdener

Alle Läuferinnen zollten der Siegerin Shiffrin in den Interviews Respekt. Sie selbst habe sich wieder „wie am Leben“ gefühlt, meinte die US-Amerikanerin, die in ihren Ausführungen im ORF intensive Einblicke in ihre Gefühlswelt gab. „Erstmals in dieser Saison habe ich wieder eine gewisse Mentalität gespürt, es war wirklich aufregend. Die Energie ist wieder da und es beginnt, richtig Spaß zu machen“, meinte die sichtlich erleichterte Seriensiegerin der vergangenen Jahre. Mit ihrem ersten Slalomsieg seit mehr als einem Jahr zählt sie nun 68 Weltcupsiege, einen mehr als Marcel Hirscher. In der ewigen Bestenliste liegt sie geschlechterübergreifend damit auf dem dritten Rang.

Katharina Liensberger zeigte sich ob des zweiten Platzes sehr zufrieden. „Ich freue mich riesig“, meinte die Vorarlbergerin, „es hat sich super angefühlt.“ Ihre Konstanz in dieser Saison ist ausgesprochen beeindruckend, landete sie doch im fünften Slalom der Saison zum fünften Mal auf dem Podest. Nun brauche sie halt noch etwas Geduld, bis es ganz noch oben reiche. Ihr Ziel sei es jedenfalls, immer besser zu werden, erklärte Liensberger, die vor allem im Startbereich noch Potential sah.

Sehr glücklich präsentierte sich auch Wendy Holdener, die nach einem etwas schwierigen Start in den Weltcup den Weg zurück an die Slalomspitze gefunden hat. „Durch meine Verletzung hatte ich am Anfang der Saison etwas Rückstand. Es ist schön, dass ich nun wieder aufschließen konnte“, meinte die Schweizerin. Sie konnte sich auch über zwei Spitzenresultate ihrer Teamkolleginnen freuen. Michelle Gisin war nach einem Fehler im ersten Lauf etwas zurück gelegen, sie beendete das Rennen als Fünfte. Den sensationellen sechsten Platz belegte die junge Camille Rast, ihr mit Abstand bestes Weltcupresultat. Auch Melanie Meillard konnte sich im Finale massiv steigern, sie wurde 13.

Auf dem vierten Platz beendete Petra Vlhova den Nachtslalom, einige Fehler im Finale verhinderten einen Podestplatz. Zweitbeste Östereicherin war Chiara Mair als Siebte. „Wenn man nicht ganz zufrieden und trotzdem so weit vorne ist, dann stimmt die Richtung“, erklärte die Tirolerin. Ihre Teamkolleginnen Katharina Truppe und Katharina Hubrer komplettieren als 10. und 12. eine gute mannschaftliche Leistung der ÖSV-Damen.

Der Skiweltcup der Damen wird am kommenden Wochenende mit zwei Riesenslaloms in Slowenien fortgesetzt. Aufgrund von Schneemangel wurden die Rennen von Maribor nach Kranjska Gora verlegt.

 

Foto: Agence Zoom

 

 

 

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Redaktion skionline

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