Weltcup_Damen

Mikaela Shiffrin siegt in der Abfahrt von Bansko

BANSKO, BULGARIA - JANUARY 24: Mikaela Shiffrin of USA competes during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Women's Downhill on January 24, 2020 in Bansko Bulgaria. (Photo by Christophe Pallot/Agence Zoom)

Mikaela Shiffrin hat ihre fast einmonatige Sieglos-Zeit mit dem zweiten Abfahrtssieg ihrer Karriere beendet. Die Gesamtweltcup-Führende aus den USA feierte am Freitag in der ersten von zwei Abfahrten in Bansko (Bulgarien) ihren 65. Weltcupsieg vor Riesentorlauf-Star Federica Brignone (+0,18 Sek.) und der Trainingsschnellsten Joana Hählen aus der Schweiz (0,23).

Shiffrin siegte erstmals seit dem Slalom von Lienz am 29. Dezember. „Ich war heute sehr aggressiv“, sagte die Langzeit-Dominatorin. Sie wollte aus dem Training viel gelernt haben. „Ich will nicht sagen, dass ich selbstbewusst war, aber ich hatte einen richtig guten Plan.“ Shiffrin traute ihrem Triumph, der sie bis auf zwei Siege an den Bestenlisten-Dritten Marcel Hirscher (67) heranbrachte, zunächst noch nicht recht. Denn mit Fortdauer des Rennens kam Sonne in den unteren Teil der Piste. Das Streckenprofil begünstigte zudem starke Technikerinnen, die noch kommen sollten.

Riesentorlauf-Spezialistinnen wie Brignone und Marta Bassino (5.) fuhren Topergebnisse ein. Die mit Shiffrin um die große Kugel kämpfende Petra Vlhova wurde für ihre Start-Entscheidung belohnt. In ihrer erst zweiten Weltcup-Abfahrt schaute für die Slowakin Rang sechs (1,03) heraus. Vor Abschluss der ersten Saisonhälfte am Samstag führt Shiffrin (1.075) vor der neuen Zweiten Brignone (795) und Vlhova (766).

Joana Hählen untermauerte ihre besondere Freundschaft mit Bansko, dem auf einem Hochplateau liegenden Skigebiet von Eigentümer Marc Girardelli, nach dem auch die Strecke benannt ist. Die Schweizerin war in dieser Saison bisher nie besser als 16. (Altenmarkt-Zauchensee) gewesen und stand im 76. Weltcuprennen das erste Mal überhaupt auf dem Podest.

Die Österreicherinnen lieferten in Abwesenheit der kranken Nicole Schmidhofer ein ähnlich schwaches Ergebnis wie in Altenmarkt-Zauchensee, dem bisher schlechtesten Abschneiden in dieser Abfahrtssaison. Ramona Siebenhofer erreichte als beste Österreicherin Rang neun (+1,70), Anna Veith folgte in ihrer ersten Abfahrt seit über einem Jahr auf Rang 15 (2,25). Tamara Tippler und Nina Ortlieb mit Zwischenbestzeit schieden aus.

Mit ihrem ersten Podestplatz rettete Joana Hählen die Ehre der Schweizerinnen. Corinne Suter, die erstmals mit dem roten Trikot der Führenden in der Disziplinenwertung ins Rennen gegangen war, belegte nur den 14. Platz. Abgesehen davon gab es nur für Rahel Kopp (27.) Weltcuppunkte, Nathalie Gröbli verpasste als 32. solche. Der technisch anspruchsvolle Kurs zog zahlreiche Ausfälle nach sich, unter anderem von Sofia Goggia und Alice McKennis. Es erwischte auch mehr als die Hälfte der Schweizer Athletinnen. Jasmine Flury, Lara Gut-Behrami, Michelle Gisin, Priska Nufer und Jasmina Suter konnten das Rennen nicht beenden.

Quelle: APA
Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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