Weltcup Herren

Norweger Braathen gewinnt den Riesenslalom in Sölden

Marco_Odermatt_wird_zweiter_in_WC_Sölden_2020

Das erste Rennen der Saison bringt gleich einen neuen Sieger im Alpinen Skiweltcup. Mit einer famosen Fahrt im zweiten Durchgang setzte sich der Norweger Lucas Braathen am Rettenbachferner 0,05 Sekunden vor dem Schweizer Marco Obermatt durch. Den dritten Platz erreichte Gino Caviezel, der zur Halbzeit noch in Führung gelegen war. Für die österreichischen Herren gab es nicht viel zu holen, sie fuhren keinen Top 15 Platz ein und lieferten damit die bisher schlechteste Performance am Rettenbachferner.

Nach dem ersten Durchgang war der junge Norweger Braathen auf dem fünften Platz gelegen. Der 20-jährige, der bereits im vergangenen Jahr sein bestens Weltcupergebnis in Sölden eingefahren hatte, nahm im zweiten Durchgang volles Risiko und legte eine Zeit vor, die unerreichbar blieb. Einer der ersten Gratulanten im Ziel war sein Zimmerkollege Aleksander Aamodt Kilde, der im ersten Durchgang ausgeschieden war. Ein weiterer Norweger, Hendrik Kristoffersen, zollte seinem jungen Teamkollegen ebenfalls Respekt. Er landete nach einigen Fehlern im Finale auf Platz 5, was immerhin sein bestes Sölden-Resultat bedeutete.

Erfolgreich verlief der Saisonauftakt für die Schweizer Herren, auch wenn es nicht ganz zum Sieg reichte. Marco Odermatt kam Sieger Braathen am nächsten, dementsprechend groß war seine Freude im Ziel. Auch Gino Caviezel strahlte angesichts seiner ersten Podestplatzierung über das ganze Gesicht. Loic Meillard komplettierte eine sehr gute Mannschaftleistung als Fünfter (ex aequo mit Kristoffersen), unmittelbar hinter Vorjahressieger Alexis Pinturault.

Für die österreichischen Herren verlief der Saisonauftakt nicht nach Wunsch. Ebenso wie bei den Damen am gestrigen Tag blieben die absoluten Topleistungen aus, vor allem, nachdem Roland Leitinger im ersten Durchgang nach einer aussichtsreichen Zwischenzeit ausgefallen war. Das beste Ergebnis lieferte Stefan Brennsteiner ab, der 17. wurde. Die beiden Speedspezialisten Vincent Kriechmayr (24.) und Matthias Mayer (25.) konnten immerhin Weltcuppunkte sammeln. Insgesamt war das Ergebnis freilich ernüchternd. „Die Konkurrenz ist einfach besser, wir müssen den Tatsachen ins Auge blicken“, meinte ÖSV-Cheftrainer Andreas Puelacher im Interview.

Foto: Agence Zoom

 

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Redaktion skionline

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