Weltcup Herren

Österreichischer Doppelsieg bei der Abfahrt von Bormio

BORMIO, ITALY - DECEMBER 30: Matthias Mayer of Austria in action during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Downhill on December 30, 2020 in Bormio Italy. (Photo by Francis Bompard/Agence Zoom)

Bis zum letzten Rennen des Jahres 2020 mussten die österreichischen Skifans auf den ersten Saisonsieg der Herren warten, nun wurden sie aber sogar mit einem Doppelsieg belohnt. Matthias Mayer hat die Abfahrt von Bormio vor seinem Teamkollegen Vincent Kriechmayr gewonnen. An der dritten Stelle klassierte sich der Schweizer Urs Kryenbühl. Das spannende Rennen war von zahlreichen Stürzen geprägt, die jedoch allesamt glimpflich ausgingen, nachdem alle gestürzten Athleten auf ihren Skiern ins Ziel fahren konnten. Zudem prägten äußerst knappe Abstände den Rennverlauf. Kriechmayr musste sich seinem Teamkollegen um nur 0,04 Sekunden geschlagen gegeben, der Drittplatzierte lag nur 0,06 Sekunden zurück. 13 Läufer beendeten das Rennen innerhalb von einer Sekunde Rückstand.

An der vierten Stelle landete der Italiener Dominik Paris, der sich nach seinem enttäuschenden gestrigen Super-G wieder mit breitem Grinsen im Zielraum zeigte. Fünfter wurde der Schweizer Mauro Caviezel, gefolgt vom Norweger Aleksander Aaamodt Kilde. Der US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, der nach seinem gestrigen überlegenen Sieg im Super-G als Favorit ins Rennen gegangen war, landete auf Platz sieben. Zwei schwere Fehler verhinderten einen weiteren Sieg, war er doch nach überlegenen Zwischenbestzeiten auf Kurs in Richtung Platz eins gewesen. Im Zielraum zeigte er sich vor allem dankbar darüber, gesund  im Ziel zu sein.

„Anders als im Training war es heute eine gute Fahrt. Die Piste hat sich ganz anders präsentiert, wobei ein paar Stellen schwierig waren, an denen es Schläge gab“, analysierte Matthias Mayer seine Fahrt, die ihm einmal mehr mit Startnummer 13 einen Weltcupsieg beschwert hatte. Auch Vincent Kriechmayr meinte, dass die Verhältnisse sich gegenüber dem Training völlig verändert hatten. „Es war wesentlich einfacher, so blöd es klingt. Aber das Licht war heute sehr gut“, meinte der Zweitplatzierte, der sich darüber erfreut zeigte, dass angesichts des lange ersehnten Weltcupsiegs nun der Druck der Öffentlichkeit nicht mehr so groß sei.

Äußerst zufrieden mit seiner Leistung war auch der Drittplatzierte Urs Kryenbühl, der auch keineswegs wegen des knappen Abstands mit sich haderte. „Im Training war ich nicht unbedingt schnell. Nun habe ich versucht, mein bestes Skifahren zu zeigen und ich glaube, es ist gelungen“, meinte der Schweizer, der mit 26 Jahren für einen Abfahrer noch sehr jung ist. Er fährt derzeit in sehr guter Form, was insofern bemerkenswert ist, als in seinem Heimatort seit längerer Zeit eine Wette für einen Weltmeistertitel in Cortina am Laufen ist, wie die Neue Zürcher Zeitung vor einiger Zeit berichtete.

Beat Feuz und Marco Odermatt komplettierten als Zehnter und Zwölfter die einmal mehr gute Mannschaftsleistung der Schweizer. Feuz muss allerdings weiterhin auf einen Abfahrtssieg auf der Stelvio warten. Stefan Rogentin durfte sich als 29. auch über Weltcuppunkte freuen. Gleich drei Schweizer befanden sich unter den zahlreichen Gestürzten: Niels Hintermann, Carlo Janka und Ralph Weber.

Auch Routinier Hannes Reichelt konnte das Rennen nicht beenden, er sucht weiterhin nach dem Anschluss an die Weltspitze. So wurde Max Franz als 13. drittbester Österreicher. Darüber hinaus konnten sich auch Daniel Hemetsberger (22.), Otmar Striedinger (24.) und Christopher Neumayer (28.) über Weltcuppunkte freuen.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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