Weltcup_Damen

Petra Vlhova gewinnt Parallel-Slalom in St. Moritz

ST MORITZ, SWITZERLAND - DECEMBER 15: Anna Swenn Larsson of Sweden takes 2nd place, Petra Vlhova of Slovakia takes 1st place, Franziska Gritsch of Austria takes 3rd place during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Women's Parallel Slalom on December 15, 2019 in St Moritz Switzerland. (Photo by Alexis Boichard/Agence Zoom)

Die Parallel-Events im alpinen Ski-Weltcup sind heiß diskutiert und haben wenig bekennende Fans. Für Franziska Gritsch hat sich der Parallelslalom in St. Moritz aber ausgezahlt, sie holte am Samstag in der Schweiz als Dritte ihren ersten Podestplatz. „Ich glaube, ich bin ein bisschen überrumpelt“, sagte die 22-Jährige. Der Sieg ging in Abwesenheit von Mikaela Shiffrin an die Slowakin Petra Vlhova.

„Ich glaube, das braucht noch ein bisschen, dass ich das einordnen kann“, meinte die Tirolerin aus dem Ötztal, die für den SC Sölden fährt. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Echt richtig cool!“.

Zum Auftakt hatte Gritsch im Finale der besten 32 die Schweden Sara Hector in zwei Läufen eliminiert, es folgten Siege gegen die Italienerinnen Marta Bassino und Federica Brignone, ehe sie im Semifinale gegen Anna Swenn-Larsson zu Sturz kam. Im kleinen Finale setzte sie sich gegen die Slowenin Meta Hrovat durch.

„Ich habe mir einfach gedacht: Franzi, riskier‘ heute und gib einfach einmal Gas“, erklärte Gritsch im ORF-Interview. Die, die da dabei sind, da ist keine schwach und so einfach zu knacken. Du musst da echt richtig gescheit Gas geben, und mich freut es jetzt, dass mir das auch einmal im Rennen so richtig geglückt ist.“

Nur zwei weitere ÖSV-Damen waren in der Entscheidung mit von der Partie: Katharina Liensberger war gleich in der Auftaktrunde gescheitert und belegte schließlich den 18. Platz. Katharina Truppe war im Achtelfinale zwei  Hundertstelsekunden langsamer als ihre Gegnerin Nina Haver-Löseth aus Norwegen, ihre Zeit brachte ihr Rang 11 ein.

„Das ist das Hundertstelglück, entweder ist es auf deiner Seite oder nicht“, trug es die Kärntnerin Truppe mit Fassung. „Es war leider knapp, aber es war trotzdem lustig, es hat Spaß gemacht.“ Katharina Gallhuber, Katharina Huber, Eva-Maria Brem, Chiara Mair und Michaela Dygruber waren am Vormittag in der Qualifikation hängen geblieben. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, der in St. Moritz Zuschauer war, zeigte sich mit der Mannschaftsleistung dennoch zufrieden. Lobende Worte fand er vor allem für Franziska Gritsch.

Swenn-Larsson musste sich schließlich im großen Finale Vlhova um  zwei Hundertstel geschlagen geben. Für die Slowakin, die schon die schnellste Zeit in der Quali gefahren war, war es der zehnte Weltcup-Sieg und der erste in dieser Saison. Im Gesamtweltcup behielt Shiffrin ihre klare Führung.

In den zwei bisherigen Parallelslaloms – Courchevel 2017, St. Moritz 2018 – hatte sie sich Vlhova jeweils Shiffrin beugen müssen. Die US-Amerikanerin hatte bereits am Vortag ihren Verzicht für Sonntag erklärt, weil ihr Fokus bereits auf den Rennen in der kommenden Woche liege. Am Dienstag geht es für die Technik-Spezialistinnen bereits mit einem klassischen Riesentorlauf in Courchevel weiter, am Wochenende darauf geht stehen in Val d’Isere Speed-Bewerbe auf dem Programm.

Für die Schweizerinnen lief es beim Parallel-Event im Engadin nicht ganz nach Wunsch. Vor allem Wendy Holdener blieb weit hinter ihren Erwartungen zurück. Sie schied bereits im Sechzehntelfinale aus. Die Bündnerin entschuldigte sich beim Interview mit dem Schweizer Fernsehen für ihr schlechtes Abschneiden. Sei hätte dem heimischen Publikum gerne mehr Show geboten, sei aber nicht richtig auf Touren gekommen. Für Parallel-Bewerbe wird in diesem Jahr auch eine Kristallkugel vergeben. Holdener hat dafür aber nach dem ersten von drei Rennen nun eine schlechte Ausgangsposition.

Ihr Teamkolleginnen Charlotte Chable und Elena Stoffel scheiterten ebenso im Sechzehntelfinale. Als einzige Schweizerin kam im Finale, das nach dem K.-o.-System entschieden wurde, Aline Danioth eine Runde weiter. Im Achtelfinale unterlag sie jedoch der Italienerin Federica Brignone und wurde am Ende 17. Corinne Sutter, Carole Bissig und Andrea Ellenberger hatten bereits am Vormittag die Qualifikation für das Finale nicht geschafft. 

Für die Technik-Spezialistinnen geht es bereits am Dienstag mit einem Riesentorlauf in Courchevel weiter.

Quelle: APA

Foto: Agende Zoom

 

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Redaktion skionline

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