Weltcup_Damen

Petra Vlhova siegt im Slalom von Levi

LEVI, FINLAND - NOVEMBER 20: Petra Vlhova of Slovakia takes 1st place, celebrates during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Women's Slalom on November 20, 2021 in Levi Finland. (Photo by Millo Moravski/Agence Zoom)

Es ist Tradition im hohen Norden Finnlands, dass die jeweiligen Siegerinnen und Sieger des Slaloms von Levi ein Rentier überreicht bekommen und diesem einen Namen geben. In dieser Hinsicht zog die Slowakin Petra Vlhova heute mit ihrer stärksten Konkurrentin, der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, gleich. Vlhova fiel zum vierten Mal die Ehre der „Rentier-Patin“ zu, nachdem sie bereits im vergangenen Jahr zweimal als Siegerin in Levi am Podest gestanden hatte. Sie verwies Shiffrin mit 0,31 Sekunden auf den zweiten Platz. An der dritten Stelle landete die Deutsche Lena Dürr, die damit ihre aufsteigende Form eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte.

„Schon am Morgen habe ich mich gut gefühlt“, meinte die Slowakin im Interview, die betonte, dass sie sich in Levi immer sehr wohl fühle. Im zweiten Lauf sei es ihr Ziel gewesen, noch mehr ans Limit zu gehen. Das ist ihr eindrucksvoll gelungen. So zollte auch die Zweitplatzierte Shiffrin der Siegerin Respekt. Die US-Amerikanerin zeigte sich zufrieden, mit einem Podestplatz in die Saison zu starten. Natürlich gebe es aber noch Luft nach oben. Sehr zufrieden mit ihrem Saisonstart darf die Slowenin Andreja Slokar sein, die nach ihrem Sieg in Lech-Zürs heute Vierte wurde. An der fünften Stelle landete die Schwedin Anna Swenn-Larsson.

Die ruhige Atmosphäre in Finnland genießt jedes Jahr Katharina Liensberger, die heute als beste Österreicherin den sechsten Platz landete. Am Ende des Tages fehlten ihr 1,28 Sekunden auf Siegerin Vlhova. Die Slalomweltmeisterin und Gewinnerin der kleinen Kristallkugel im Slalom zeigte sich mit ihrer Leistung nicht unzufrieden, wobei es natürlich noch Verbesserungspotential gebe. Sie sprach von „guten Schwüngen“, auf denen sie beim morgigen Rennen aufbauen könne. Das gilt auch für die beiden Schweizerinnen Wendy Holdener und Michelle Gisin, die als Siebte und Achte mit guten Platzierungen die Saison eröffnen konnten. Beide waren in der Vorbereitung verletzungs- bzw. krankheitsbedingt zurückgeworfen worden, weshalb die Leistungen umso höher einzuschätzen sind.

Zweitbeste Österreicherin wurde Katharina Huber, die nach einer längeren Durststrecke im Slalom Zwölfte wurde. Sie zeigte vor allem im zweiten Durchgang eine gute Leistung und konnte sich um fünf Ränge verbessern. Auch Chiara Mair gelang eine Steigerung auf Platz 19., während Katharina Truppe auf den 22. Platz zurückfiel. Katharina Gallhuber erreichte den 27. Platz. Christian Mitter, ÖSV-Rennsportleiter bei den Damen, kritisierte den fehlenden Speed seiner Läuferinnen. Sie seien vor allem in den flachen Passagen nicht auf Touren gekommen. Die Chance auf Wiedergutmachung besteht jedoch schon morgen, wenn ein zweiter Slalom am Programm steht.

Der erste Durchgang wird wiederum um 10.30 Uhr gestartet.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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