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Quo Vadis FIS Alpinen Weltcup?

Die Forderung nach einem ausgeglichenem Weltcup-Kalender mit einem gleichen Anteil an Speed- und Technikbewerben würde von FIS Gestern in Costa Navarino abgelehnt. Athletenvertreter Hannes Reichelt ist auch mit allen seinen weiteren Anträgen abgeblitzt. Zur Abstimmung im Sub-Komitee kam lediglich der Antrag, die FIS-Punkteregelung von 500 auf 400 zu verändern, dies wurde mit Mehrheit abgelehnt.  Doch nur wenn ein Vorschlag vom Sub-Komitee positiv behandelt wird, kann er auch dem Weltcupkomitee am Freitag vorgelegt werden.

Das wichtigste Anliegen von Reichelt war, dass die seit der Saison 2016/17 geltende Speed-Startreihenfolge wieder geändert werden soll. Die Top Ten der Weltrangliste dürfen laut aktuellem Reglement ungerade Nummern von 1 und 19 wählen, womit die Besten der Welt in einem lange auseinandergezogenen Startfeld zu finden sind. Die Athleten forderten, dass die Läufer von 1 bis 30 jede einzelne Nummer von 1 und 30 aussuchen dürfen, das soll vor allem mehr Chancengleichheit schaffen. Mit der Argumentation, dass man eine Startnummernregelung zumindest vier Jahre behalten wolle, kam dieser Antrag nicht zur Abstimmung. Auch nicht wie u.a. jener nach einem höheren Preisgeld.

Zwei von Reichelts geforderten Punkten sind offen geblieben bzw. vertagt worden. Der eine betrifft den Wunsch nach einem zusätzlichen Super-G im Rahmen des Garmisch-Weltcups. Chef-Renndirektor Markus Waldner hat aufgrund des ohnehin dichten Jänner-Programms keine rechte Freude damit, will aber das Garmischer Organisationskomitee entscheiden lassen, ob das durchführbar ist.

Einen kleinen Sieg in Form einer Vertagung errang Reichelt auch mit seinem Einsatz für die Teilnahme von Speedfahrern an den City Events (Parallel-Rennen). Derzeit dürfen daran nur die Top Vier der Gesamtwertung sowie zwölf Slalomfahrer teilnehmen. Die FIS will an einer Lösung arbeiten und das Thema beim Herbst-Kongress Ende September in Zürich behandeln.

Bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d’Ampezzo 2021 wird erstmals auch in einem Parallel-Rennen um Einzelmedaillen gefahren. Dies gab der FIS auch in Costa Navarino bekannt. Die Einführung des Parallel-Bewerbs dürfte das Ende der alpinen Kombination im WM-Programm nach sich ziehen. Die Pläne der FIS sehen vor, dass die Kombination ab spätestens 2020/21 aus den Rennkalendern verschwindet.

 

Quelle: APA

 

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Elina Kalela

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