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Saisonauftakt in Sölden

SOELDEN, AUSTRIA - OCTOBER 18: Lucas Braathen of Norway takes 1st place during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Giant Slalom on October 18, 2020 in Soelden, Austria. (Photo by Alexis Boichard/Agence Zoom)

Die schneebedeckten Berge in Österreich sind Zeichen dafür, dass das Warten auf die neue Saison im alpinen Skiweltcup bald ein Ende hat. In zehn Tagen werden am Rettenbachferner in Sölden die ersten Rennen gefahren. Wie seit mehr als 25 Jahren üblich, eröffnen die Damen am Samstag und die Herren am Sonntag mit je einem Riesenslalom die neue Saison. Drei Wochen später folgen bereits die nächsten zwei Bewerbe, ebenfalls in einem österreichischen Austragungsort. Am 13. und 14. November findet der Skiweltcup seine Fortsetzung mit zwei Parallel-Rennen in Zürs am Arlberg, ehe dann im finnischen Levi die ersten zwei Slaloms auf dem Programm stehen.

Wie die Saison angesichts der Corona-Pandemie verlaufen wird, darüber wird bei den Veranstaltern, der FIS und in den Medien seit Wochen spekuliert. Fest steht, dass bei den ersten Rennen im Gegensatz zum vergangenen Jahr wieder Zuschauer zugelassen sein werden. Laut aktuellem Stand sollten es mindestens 5000 Personen sein, die am Gletscher zugelassen sind. Sie werden schon vor der Abfahrt im Ort auf die Einhaltung der 3-G-Regeln kontrolliert. Auf diese Weise soll ein sicherer Ablauf der Rennen garantiert werden. Auch für die anwesenden Vertreter der Presse ist ein ausgereiftes Sicherheitskonzept in Bezug auf Corona vorhanden. Gespräche mit den Athletinnen und Athleten sollen in der Mixed Zone im Pressezentrum im Gegensatz zum vergangenen Jahr wieder möglich sein. In Zürs wird es nach aktuellem Stand auch Publikum geben, derzeit wird von 3000 Besucherinnen und Besuchern ausgegangen.

Wie jedes Jahr ist Sölden eine Standortbestimmung, wobei die Aussagekraft im Hinblick auf den Trainingsstand Ende Oktober noch überschaubar bleibt. Im vergangenen Jahr konnten die Italienerin Marta Bassino und der Norweger Lucas Braathen die beiden Riesenslaloms für sich entscheiden. Dieser war mit 20 Jahren der jüngste Sölden-Sieger der Geschichte, wurde jedoch etwas mehr als zwei Monate später durch eine Verletzung in seiner aufstrebenden Karriere etwas zurückgeworfen. Derzeit arbeitet der 20-jährige Norweger an seinem Comeback.

Der Rennkalender sorgte in den letzten Wochen für einige Kritik. Die Notwendigkeit eines solch frühen Starts am Gletscher stellte etwa der einstige Spitzenathlet Felix Neureuther in Frage. Angesichts des Klimawandels würden Rennen im Oktober keinen Sinn mehr machen, meinte der Deutsche, der nunmehr auch als TV-Experte tätig ist, in einem Interview.

 

Foto: Agence Zoom

 

 

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Redaktion skionline

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