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Schneemangel macht Skiherstellern und Händlern kaum Sorgen

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Wenig bis gar kein Naturschnee in vielen bekannten Skiregionen, Fragen zur Nachhaltigkeit im Skitourismus und ein verändertes Freizeitverhalten der Menschen – das alles ficht die führenden Skihersteller und Händler nicht an. Alternative Methoden zur Präparierung guter Pisten gibt es allemal. Neben der Schneekanonen, die zwar viel Wasser verbrauchen aber hoch wirksam sind, gehört dazu auch das Schnee-Farming, bei dem der Schnee der letzten Saison so gelagert wird, dass er auch zumindest als Unterlage für die Pisten der aktuellen Saison eingesetzt werden kann.

Nachdem in der ersten Hälfte der 2010er Jahre der Markt mit Ski und Snowboards einen regelrechten Einbruch erlebt hatte, hat sich die Lage für die grossen Skihersteller etwa seit 2018 konsolidiert. Bei Völkl in Straubing, dem letzten grossen deutschen Skihersteller, spricht man sogar von einer deutlichen Erholung und blickt weiterhin optimistisch in die Zukunft.

Mit Völkl Dalbello Marker Ski sind Produkte am Markt verfügbar, die von den Kunden sehr gern gekauft und genutzt werden. Dabei spielen die Möglichkeiten der Ausleihe in den Skiregionen eine grosse Rolle. Der ambitionierte Skifahrer etwa aus den Niederlanden oder dem europäischen Flachland wird sich kaum eigene Ski kaufen, wenn er diese in einem bestens gewarteten Zustand auch direkt an der Piste ausleihen kann. Zumal die Saison für den Skitouristen ohnehin oftmals nur auf ein bis zwei Wochen im Jahr begrenzt ist.

Der Geschäftsführer von Völkl Dalbello Marker Christoph Bronder betont, dass das Hauptgeschäft der führenden Skihersteller immer noch in den USA und in Kanada gemacht werde. Insofern müsse man den Blick immer auf den gesamten internationalen Markt richten und sich nicht an den europäischen Skihochburgen allein orientieren. Ausserdem sei es nach Bronder wichtig, den Blick auch auf die neuen Märkte etwa in Asien zu richten. Hier spielt vor allem China mit einer rasant wachsenden Skitourismus-Industrie eine wichtige Rolle.

Alles in allem, scheinen sich laut Europäischen Sportindustrie-Verband (FESI) sowohl die Tendenz als auch die Märkte in einer stabilen und optimistischen Lage zu befinden. Das unterstreicht der Generalsekretär der FESI, Jérôme Pero, jüngst in Brüssel.

Text: skionline
Quelle: Süddeutsche Zeitung sz.de vom 19.02.2020
Bild: skionline

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