Weltcup Herren

Sensationssieg für Lucas Braathen beim Slalom in Wengen

WENGEN, SWITZERLAND - JANUARY 16 : Daniel Yule of Team Switzerland takes 2nd place, Lucas Braathen of Team Norway takes 1st place, Giuliano Razzoli of Team Italy takes 3rd place during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Slalom on January 16, 2022 in Wengen Switzerland. (Photo by Alexis Boichard/Agence Zoom)

Fassungslosigkeit war das vorherrschende Thema bei der Entscheidung des heutigen Slaloms in Wengen. Am Ende konnte Lucas Braathen kaum glauben, dass er als 29. nach dem ersten Durchgang als Sieger feststand. Nahe bei ihm stand ebenso fassungslos sein Landsmann Henrik Kristoffersen, der auf dem Weg zum sicheren Sieg wenige Tore vor dem Sieg eingefädelt hatte. Der Italiener Giuliano Razzoli musste kurzfristig für die Präsentation der Sieger vorbereitet werden, als er plötzlich als Drittplatzierter feststand. Dazwischen klassierte sich Daniel Yule als Zweiter, als bester Schweizer beim Heimrennen.

„Das ist absolut verrückt. Ich konnte nach dem ersten Durchgang nicht einmal glauben, dass ich für das Finale qualifiziert war“, meinte der sichtlich überraschte Sieger Lucas Braathen im Interview mit dem ORF. Im vergangenen Jahr hatte er sich in Adelboden verletzt, wo er am letzten Wochenende beim Riesenslalom noch abgeschwungen hatte, da er sich unsicher gefühlt hatte. So führte er heute ein mehr als ungewöhnliches Ergebnis an, wobei vor allem der Drittplatzierte Guliano Razzoli mit 37 Jahren herausragt.

Als bester Österreicher landete Fabio Gstrein auf dem vierten Platz, nachdem er sich im Finale deutlich verbessern hatte können. Manuel Feller beendete das Rennen als Fünfter. Er habe im zweiten Durchgang nicht volles Risiko genommen, erklärte er im Interview mit dem ORF. Marco Schwarz und Michael Matt erreichten die Plätze zehn und elf. Johannes Strolz, Sieger des letzten Slaloms in Adelboden, schied im Finale aus, ebenso wie sein Landsmann Christian Hirschbühl, bei dem eine Verletzung vermutet wurde.

Aus Schweizer Sicht wurde das Ergebnis im zweiten Durchgang ebenso auf den Kopf gestellt. Deutlich verbessern konnten sich Loic Meillard (7.) und Marc Rochat (17.), während Ramon Zenhäusern (15.), Reto Schmidinger (23.) und Tanguy Nef (24.) etliche Plätze verloren. Luca Aerni schied im Steilhang aus.

Nächste Woche wird der Skiweltcup der Herren mit den klassischen Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel fortgesetzt.

 

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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